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Tagträume

wenn ich
durch den Himmel gehe
und in weichen Wolken
stehe,

meine Waden genussvoll
in dem Schaummeer bade,
träume ich von alten
Schlössern, hohen Türmen,
lichten Söllern,

von Wiesen voller
Sommerduft, in denen
aller Frust verpufft
von Himmelsschlüsseln,
Hirtentäscheln,
Edelweiß und Alpenrosen,
die in hohen Bergen
wohnen,

vom Einhorn, das den
Prinzen trägt und nicht
des nachts am Baume sägt,
von lauen Nächten,

Himmelsstaub auf meinen
Wegen, in den sich meine
Wünsche legen, wachsen,
reifen, überquellen

und sich dann
der Wahrheit stellen


Montagmorgen, 25. Juni 2012


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(c) Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 12.6.14

neeeeeee, liebe Marlis, brauchst Du nicht, mein Einhorn ist ein friedliches, das Dich in Träume entführt, aber es trägt auch keinen Sattel grin .
Liebe Grüße am sonnigen u. ein wenig windigen Donnerstagmittag von Bruni

von Marlis Hofmann am 11.6.14

Herrlich das Tagträumen mit Dir und Hirtentäschel und allem was sonst noch so dazugehört… und ich denke diesmal nicht an Hilde Domins Warnung, dass es besonders gefährlich wird, wenn das gesattelte Einhorn vor deiner Tür wartet
Liebe Grüße in den Abend zu Dir
von Marlis

von bruni am 6.7.12

Tja, die Einhörner haben es in sich, liebe Babs… *lächel*
Einen lieben Gruß zu Dir von Bruni

von minibar am 6.7.12 - http://minibares.wordpress.com

Das sind ja herrliche Träume, die du träumst.
Es sind tatsächlich manchmal Wolken da, da möchte ich genießen, mich fallen lassen, oder drüber laufen mit einer Leichtigkeit, die ohnegleichen ist.
Dass ein Einhorn sägen kann, darauf wäre ich nie gekommen. Ich dachte, es sticht zu….

von bruni am 27.6.12

*grins* sägende Einhörner… das ist eine wahrhaft sagenhafte Vorstellung

Deine Worte, lieber Wolfgang treffen voll ins Schwarze:
wenn Wünsche hoch zum Himmel streben
geht alles andre voll daneben!

Einen lieben Gruß zum Tor der Welt.
Pass gut auf, daß die Flügel des Tores immer geöffnet bleiben.
Bruni, sehr wohl wissend, wie eng Spaß u.Ernst beiéinander liegen können…

von Wolfgang am 27.6.12 - http://waushh2.wordpress.com

Wenn Deine Wünsche sich der Wahrheit stellen,
dann kämpfen sie in harten Traum-Duellen,
doch ungleich sind die Waffen.

Wenn des Nachts des Einhorns scharfe Säge
nicht immer in der Werkzeugkiste läge,
dann könnten sie es schaffen.
—-
LG von Wolfgang

von bruni am 26.6.12

Liebe Fee, so ist es doch wirklich. Können wir nicht mehr träumen, fällt uns der Alltag immer schwerer und schwerer. Träume bringen Kraft und gut aufgetankt funktionieren wir, bis es nach einer kurzen Zeit schon wieder bitter notwendig wird, daß uns ein neuer Traum alltagstauglich macht.
Einen lieben Gruß zu Dir
von Bruni

von Karfunkelfee am 26.6.12

Ich müsste aller Tage Wahrheit verneinen
würde ich mir jemals verwehren zu träumen
mein Kopf wäre nicht alltagsfrei
immer nur hörte ich einen unausgelebten, unausgestoßenen Schrei
als Widerhall in meinem Herzen
die Zwänge der Umstände bereiteten mir große Schmerzen
nichts gäbe es, das die Tristesse des Alltags ausmerzte,
träumte ich nicht jeden neuen Tag von den ungezähmten Pferden
die in freien wilden Herden
querfeldein durch meine Seelenländer ziehen - und mir für eine Weile
ihre gemeinsamen Kräfte liehen, eine Traumzeit voll geballter Energien, ein Moment, der in der Gegenwärtigkeit einer wahren Welt, als Traumkraftakku lange vorhält.

Liebe Bruni,
ein tolles Gedicht über die Träume,
die wir so brauchen, um jeden Tag neu und optimistisch (er)-leben zu können.
Viele liebe Grüße,
von deiner Fee

Liebe Bruni,

wir haben seit Tagen recht nasses Aprilwetter und damit habe ich förmlich Blei in den Schuhen. Ich möchte raus, mich bewegen, neue Eindrücke sammeln, mich inspirieren lassen.
Aber ich versuche, Angefangenes zu beenden und die Zeit bis zum wahren Sommer zu nutzen grin .
Ich freue mich sehr über dein Kompliment und schicke dir ganz liebe Grüße.

grin Anna-Lena

von bruni am 25.6.12

Liebe Monika, nun brachtest Du mich wirklich zum Kichern. Einhörner, die schnarchen oder sägen. Hast Du so etwas gesehen? Ich sehe nur Einhörner, die Nicht sägen!
*lach* Ideen hast Du.
Einen lieben Gruß nun schon fast aus den Nachtträumen heraus von Bruni

von bruni am 25.6.12

Regnet es bei Euch, liebe Anna-Lena?
Blei in DEINEN Schuhen? Ne, das kann ich mir nicht vorstellen. Deine Schreibe fließt doch förmlich über. Deine Gedanken eilen unentwegt u. entdecken an jeder Ecke etwas, über das es sich nachzudenken lohnt, und Du präsentierst es uns schreibenderweise in souveräner Form, die einfühlsam und leicht fließt, wie ein Fluß, der unermüdlich nach seiner Mündung strebt.
Einen liebevollen Gruß zu Dir von mir

von syntaxia am 25.6.12 - http://webloggia.wordpress.com

Wiesen voller Sommerduft und Bergziegen sah ich heute unterwegs. Leider konnte ich nicht anhalten, musste weiter.
Sägen Einhörner gewöhnlich an Bäumen oder meinst du einen gewissen Schnarcher damit? wink

Deine Zeilen gefallen mir gut, Bruni, da gibt es etwas zu entdecken beim Durchspazieren…

..grüßt dich Monika herzlich

Ach Bruni, wie beneide ich dich, dass du dich so wortgewandt wegträumen kannst. Ich sitze wohl gerade zuviel am nassen Fenster und habe Blei in den Schuhen :-(

Regennasse Grüße
von mir zu dir,
Anna-Lena wink

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