Tag und Traum
wenn im Dämmern der Tag
verklingt und sein nächtiches
Lied nun singt
wenn Dunkel Herzen
erreicht, Helles entweicht
sich versteckt, weil von
Schatten geneckt
werden Träume geweckt,
baden im Sonnenschein
lassen Dunkel im Dunkel
sein, recken die Hälse,
erkennen fernes
dämmerndes Licht, das
neue Zeiten verspricht
zwischen Tag und Traum,
zwischen Schatten und Licht
erkennst du, was leise
ein neuer Tag dir spricht
Freitagnacht,13./14.Jan.2012
Rilkes wunderfeine Worte
“zwischen Tag und Traum”
beeindruckten mich sehr u.
mir ging durch den Kopf, dass
es die Zeit am Abend genau so
ist, wie die Zeit, mit der der
Morgen beginnt…
(c) Bruni Kantz
Kommentare
nicht so richtig, liebe Bruni - aber die Morgendämmerung verschlafe ich fast immer
LG
Barbara
Barbara, ich vermute jetzt mal, daß Du ein Langschläfer bist *lächel* LG von Bruni
Immer will ich in die Morgendämmerung hineinlauschen. Nur sehr selten habe ich es erlebt.
Ich grüße Dich herzlich, liebe Bruni
Barbara
Ich sehe den Lindenbaum ganz genau, er ist sehr groß und ausladend sind seine Äste. Lieber lächelnder Gruß zu Dir, lieber Ludwig
Genau, Babs, das Zwielicht ist das, was so unbegreiflich ist. Nicht hell,nicht dunkel, irgend etwas dazwischen, aber was nur? Fantasien werden geweckt *lach*
LG von Bruni
Er verspricht vieles, hält aber nicht alles,liebe skryptoria… LG zu Dir
zwischen tag und nacht
die leuchtende seele erwacht
zwischen wirklichkeit und traum
kann stehen ein lindenbaum
Wie oft schaue ich gegen Abend zum Himmel, was sich da tut. Es ist oft spannend, interessant.Dieses unterschiedliche Licht, dann werden die Wolken von unten beleuchtet, was ganz besonders schön ausschaut. Dieses Zwielicht mag ich unheimlich gern.
Wenn man nur häufiger die Zeit nehmen würde, zuzuhören, was der Tag verspricht ...
Schöne Gedanken, liebe Bruni!
Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!