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Fast ein Abschied

Er sieht vorbei an ihr,
doch sie steht
mitten in der Tür

er möchte gehen,
sie weiter übersehen,

sie macht sich breit,
die Arme weit

er drängt sich durch
mit starrem Blick

sieht nicht zurück
geht noch ein Stück

dann macht er halt
steht unentschlossen,
blickt zurück

und atmet tief,
dann macht er kehrt
weil alles verkehrt

sieht,
wie ihre Tränen rinnen,

schreit ihren Namen,
fleht um Erbarmen

ihre Hände fallen herab,
er setzt sich in Trab

findet sie in seinen
Armen wieder

und weiß endlich,
egal, was geschieht,

nur für sie schrieb er
sein Lied.


Sonntagmorgen,15.Jan.2012

 


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(c) Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 20.6.14

Liebe Petra, eigentlich erzähle ich ja meist Geschichten, kleine komprimierte und hier liegt vermutlich eine schwierige Liebesgeschichte verborgen…
Wer weiß, was da passiert ist und er ist hin- und hergerissen zwischen Bleiben und Gehen. Doch das Gehen fällt ihm viel zu schwer. Er möchte bleiben, doch sie hatte ihn weggeschickt…
Dir herzliche Grüße von Bruni

von Petra am 20.6.14

Diese Zeilen berühren mich zutiefst. Die Sekunden bzw. Minuten, die zwischen gehen oder bleiben liegen, wird sicher niemand vergessen.
Liebe Grüße Petra

von bruni am 21.1.12

Liebe Anette, ich glaube, solche Situationen gibt es sehr häufig. Einer geht u. möchte es doch eigentlich gar nicht. Dieser kurze Weg zurück ist schwierig u.einfach weitergehen ist einfacher… LG zu Dir
PS Schön, daß Du mal wieder hier warst.

von aNette am 20.1.12 - http://www.magic-colors.eu

Man bekommt automatisch eine Gänsehaut beim Lesen dieser Zeilen. Das ist wohl das Höchste, was man damit erreichen kann. Und mehr kann ich dazu jetzt nicht sagen. lg aNette

von bruni am 18.1.12

gut ausgedrückt, liebe Anna-Lena, mit einem Blick das Westenliche erkannt. Dir einen sehr lieben Gruß am späten Abend von mir

Verrückt, wenn sich das eine oder andere ver-rückt, oder grin

Mittwochsgrüße
Anna-Lena

von bruni am 16.1.12

Ja, Barbara, wenn es am Ende gut ist, bin ich sehr zufrieden. Einen lieben Gruß zu Dir von Bruni

von bruni am 16.1.12

Lieber Ludwig, ein Tränenwalzer, der mit einem Lachen getanzt werden kann…
Das klingt nach Anfang, nach Aufatmen, nach Hoffnung, nach Bewegung, wenn sich Starres gelöst hat. LG zu Dir von Bruni

von bruni am 16.1.12

Liebe Astrid, es ist auch traurig, wenn man solche Geschichten beobachtet, die Mißverständnisse erkennt u. dann aufatmet, wenn sich letztendlich alles doch noch zum Guten wendet oder es wenigstens so aussieht. LG von Bruni

von ahora am 16.1.12 - http://ahora-giocanda.blogspot.com

Ende gut, alles gut - das ist beruhigend grin

von mono8no8aware am 16.1.12 - http://mono8no8aware.wordpress.com

und dann tanzen sie lachend den tränenwalzer…
fein austarierte lachtraurigzeilen…
herzliche grüße
vom ludwig

von Astrid am 16.1.12 - http://astrid-bergmann.blog.de/

traurig finde ich dieses gedicht, trotz des happy end.
lg
astrid

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