Fast ein Abschied
Er sieht vorbei an ihr,
doch sie steht
mitten in der Tür
er möchte gehen,
sie weiter übersehen,
sie macht sich breit,
die Arme weit
er drängt sich durch
mit starrem Blick
sieht nicht zurück
geht noch ein Stück
dann macht er halt
steht unentschlossen,
blickt zurück
und atmet tief,
dann macht er kehrt
weil alles verkehrt
sieht,
wie ihre Tränen rinnen,
schreit ihren Namen,
fleht um Erbarmen
ihre Hände fallen herab,
er setzt sich in Trab
findet sie in seinen
Armen wieder
und weiß endlich,
egal, was geschieht,
nur für sie schrieb er
sein Lied.
Sonntagmorgen,15.Jan.2012
(c) Bruni Kantz
Kommentare
Liebe Anette, ich glaube, solche Situationen gibt es sehr häufig. Einer geht u. möchte es doch eigentlich gar nicht. Dieser kurze Weg zurück ist schwierig u.einfach weitergehen ist einfacher… LG zu Dir
PS Schön, daß Du mal wieder hier warst.
Man bekommt automatisch eine Gänsehaut beim Lesen dieser Zeilen. Das ist wohl das Höchste, was man damit erreichen kann. Und mehr kann ich dazu jetzt nicht sagen. lg aNette
gut ausgedrückt, liebe Anna-Lena, mit einem Blick das Westenliche erkannt. Dir einen sehr lieben Gruß am späten Abend von mir
Verrückt, wenn sich das eine oder andere ver-rückt, oder
Mittwochsgrüße
Anna-Lena
Ja, Barbara, wenn es am Ende gut ist, bin ich sehr zufrieden. Einen lieben Gruß zu Dir von Bruni
Lieber Ludwig, ein Tränenwalzer, der mit einem Lachen getanzt werden kann…
Das klingt nach Anfang, nach Aufatmen, nach Hoffnung, nach Bewegung, wenn sich Starres gelöst hat. LG zu Dir von Bruni
Liebe Astrid, es ist auch traurig, wenn man solche Geschichten beobachtet, die Mißverständnisse erkennt u. dann aufatmet, wenn sich letztendlich alles doch noch zum Guten wendet oder es wenigstens so aussieht. LG von Bruni
Ende gut, alles gut - das ist beruhigend
und dann tanzen sie lachend den tränenwalzer…
fein austarierte lachtraurigzeilen…
herzliche grüße
vom ludwig
traurig finde ich dieses gedicht, trotz des happy end.
lg
astrid
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