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Lebensweg

Wir trieben leicht
in weicher Wärme,
Mutters Höhle
tat uns gut

dann trieb man uns
die Höhle aus, wir
fielen tief und
hörten Leben, das
mit Rauschen nach
uns rief

Der Weg war klar,
als Mutters Höhle
uns gebar

Erst trug sie uns
des Wegs ein Stück,
wir übten Gehen,
Laufen, Fallen,

begannen Worte
bald zu lallen,
übten fleissig
Tag und Nacht

Wir wuchsen ständig,
Stück für Stück
und blickten kaum
einmal zurück,

bis sich der Weg
total verengte und
uns drängte,
stillzustehen,

neu zu denken
und zu überlegen,
was wir wollen
ohne Grollen


Donnerstagabend,9.Febr.2012

manchmal muß man seinen
Lebensweg überdenken,
stehenbleiben und eine
neue Richtung finden



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(c) Astrid Bergmann

Kommentare

von bruni am 11.3.12

Den Lebensweg hast Du gefunden, liebe Regina, wie schön. Er ist nicht einfach, dieser Weg, den wir da gehen müssen. Manchmal zeigt er sich ein wenig leichter und lustig und dann zeigt er gleich wieder seine bittere Strenge. Einen lieben Gruß von Bruni

von Regina am 10.3.12 - http://klatschmohnrot.wordpress.com

Finde ich doch bei dir immer gerade das Gedicht, das meiner Lebensituation entspricht. Das ist wunderbar!

Ich sende dir herzliche Grüße und ein Dankeschön
Regina

von bruni am 12.2.12

Liebe Monika, Schwierige Kiste, dieses Leben mit seinen Wegen und Kreuzungen, fast hätte ich Kreuzigungen geschrieben.

Du hast schon so vieles gemeistert. Du wirst gut über die Kreuzung gelangen und der Weg wird klarer werden.
Alles Liebe von Bruni

von syntaxia am 12.2.12 - http://webloggia.wordpress.com

Oh, nicht nur manchmal muss man ihn neu überdenken, Bruni. Ich weiß nicht, wie oft ich es in letzter Zeit tat und komme grad wieder auf eine beunruhigende Kreuzung zu.

..grüßt dich Monika

von bruni am 11.2.12

Liebe Gaby, manchmal ist eine Höhle als Unterbrechung gut, der Aufenthalt darin sollte aber wirklich nur zum Regernerieren, zum Neu-Orientieren dienen u.nicht zum totalen Rückzug. Wenn den “Höhlenbenutzern” aber leichte Wärme und eine Ahnung von Frühlingswärme in die Höhle weht, dann strecken sie ihre Nasen sowieso wieder heraus, wittern und nehmen vorsichtig die Fährte wieder auf…, meinst Du nicht auch? LG von Bruni zu Dir
LG von mir

von bruni am 11.2.12

liebe Anette, man rennt über den Weg, blickt nicht nach links u.nicht nach rechts, obwohl es sinnvoller wäre, ab u.zu stehenzubleiben, um den Weg anzusehen, den man geht. Augen zu und durch ist immer falsch. Aber wer ist schon ohne Fehler *wehmütig lächle ich ein wenig beim Schreiben*. Dir einen lieben Gruß zum wochenende von Bruni

So manchen treibt es aus Bequemlichkeit von einer Höhle in die nächste. Dabei ist frischer Wind, Sturm, der durchrüttelt, hilfreich.
Auf dass wir die Orientierung nicht verlieren, liebe Bruni grin

Danke für deine aufrüttelnden Zeilen.

Hab ein schönes Wochenende.
♥lich
Anna-Lena

von aNette am 11.2.12 - http://www.magic-colors.eu

Ein sehr aktuelles Thema und immer wieder spannend. Besonders der 6. Absatz hat mich berührt.
Wir wuchsen ständig,
Stück für Stück
und blickten kaum
einmal zurück,
Ja, so ist es leider allzu oft. Gut, wenn man dann mal stehen bleibt, um sich zu besinnen.
Berührende Zeilen, Danke. lg aNette

von bruni am 11.2.12

sie sind nicht einfach, unsere Lebenswege.Oftmals wissen wir nicht so recht, wo wir eigentlich gehen, dann wird es Zeit, darüber nachzudenken u.evtl.die Richtung zu ändern.
Ich finde auch, daß ich ein sehr schönes Bild dazu gefunden habe. Einen lächelnden Gruß zu Dir

von bruni am 10.2.12

Die Höhle steht eigentlich am Anfang, lieber Ludwig. Warum soll auf dem letzten Drittel denn wieder eine sein? Eine Überlegung über das weitere Vorgehen sollte kommen.☺ LG von Bruni

von mono8no8aware am 10.2.12 - http://mono8no8aware.wordpress.com

von höhle zu höhle?
zwischendrin ein herumirren?
ab und zu eine neuorientierung?
hhhmmm…

von Astrid am 10.2.12 - http://astrid-bergmann.blog.de/

liebe bruni,sehr treffend hast du ihn in worte gefasst den lebensweg. gefällt mir gut und schön das du auch ein passendes bild gefunden hast. smile
lg
astrid

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