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Wenige Tage

Lyrik, aus dem
Augenblick geboren,
im Alltragstrott
umständehalber
verloren.


OH, Trauerland
mit Trauerrand.


Frustiert und mit
hartem Schädel gegen
nicht vorhandene
Wand gerannt.


Du siehst Sterne,
funkelnde Farben,
Pracht, die dich
umgibt, Düfte, Blüten,
Wonneschauer und du
erwachst,


spürst Sommer in
deinen Gliedern, er
flutet dich wieder.
Schauer von Glück
kehren zurück.


Wolleweich,
wohlig wärmend
fühlt es sich an,


wieder gefunden,
himmlisch
erleichternd,
aus der Enge
befreiend


wortbehagliches
Märchenreich.


Freitagnacht, 2. Aug. 2012


Es waren nur wenige Tage,
aber es hat mir gefehlt…

Ich habe die Kunst von
anderen betrachtet, war
beeindruckt, doch kein
einziger eigener kreativer
Gedanke kam an.

 

 

 


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(c) Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 27.8.12

Hallöchen, liebes Feechen,
ein Kommentarbrief ist es, den Du mir hier geschrieben hast. Wie gut ist er. Ich werde oft an ihn denken und ihn mir zu Herzen nehmen, wenn diese Situationen mich mal wieder zu überfordern drohen.
Umzüge machen glücklich, da hast du bestimmt recht, aber das Glück stellt sich erst ein, wenn es sieht, die Kistenstapel sind kleiner geworden u. für ein solch großes, raumfüllendes Gefühl ist Platz vorhanden. Dann breitet es sich aber auch aus, fließt in alle Ecken… des Herzens, bzw. dieser Wohnung.
Einen lächelnden Gruß zu Dir und danke dafür!!!

von Karfunkelfee am 27.8.12

Manchmal lösen sich Strukturen auf, die sehr alt sind, in denen wir wurzeln, Sicherheit und Geborgenheit für uns finden. Eine neue Struktur im Leben, etwas Altes und Vertrautes, das nicht länger greifbar und verlässlich ist, das alles sind Dinge, die ein Leben gewissermaßen aus seiner Umlaufbahn bringen können, völlig neue Verhaltensweisen erfordern, die man sich aber erst einmal aneignen muss, die oft auch unbequem und neu sind. Es fühlt sich ein wenig an wie ein Umzug von einem alten Lebenshaus in ein neues, der alte Krempel muss aussortiert werden, neuer dazugekauft und die Möbel werden neu platziert, alles sucht sich erst noch seinen neuen Platz und gut Ding will Weile haben. Auf Grund der Erfahrungen der bereits erlebten Jahre, werden diese Umzüge immer schwerer, die geliebten Eigenarten haben an Gewicht zugelegt und sind wie Bücherkisten, die viele Stockwerke hochgeschleppt werden müssen.
Doch wenn erst alles eingerichtet ist und man das erste Mal im frisch bezogenen Heim sitzt und die neue Aussicht bewundert, weiß man, wozu die Mühen gut waren.
Umziehen macht glücklich, vor allem wenn die neue Wohnung vielleicht sogar noch schöner ist als die alte. Gib Dir Zeit. Die Kreativität und der Wortfluss sind Wachstum und das hat sein Tempo und lässt sich nicht zwingen, völlig natürlich, wenn Du auch mal nicht schreiben kannst, es nicht fließen will.
Doch ich erschrecke auch immer, wenn ich proppevoll von einem Geschehnis bin und nicht gleich drüber schreiben kann oder ich tausend Sachen von anderen lese und denke: Wo haben die das bloß wieder hergenommen? Wieso fällt mir nichts ein???

Alles Liebe für Dich,

die Karfunkelfee

von bruni am 3.8.12

Das kann gut sein, daß es ein Vielzuviel war, liebe Monika. Ich war wohl überfordert mit allem, was ich da verarbeiten mußte. Dir einen lieben Gruß von mir

von syntaxia am 3.8.12 - http://webloggia.wordpress.com

Vielleicht zuviele Eindrücke auf einmal die verarbeitet werden wollen? Kommt schon wieder oder manchmal auch im Nachhinein noch…

..grüßt dich Monika

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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