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Vergänglich

Sie ist dir bewußt, die
Vergänglichkeit der Dinge


Augenblicke, die
vergehen, Stunden, die
du festhalten möchtest,
Tage, deren Glück du
nicht fassen kannst


Nächte, in denen
deine Träume lächeln,
sich nicht vor dem Morgen
verstecken und Momente,
die deine Neugierde wecken


Sie ist dir bewußt, die
Vergänglichkeit der Dinge


Auch Trauer und Leid
vergehen, bleiben nicht
bestehen, verblassen
mit dem Grauen und Hassen


Wunden heilen, Freuden eilen


Nach dem Vergehen kommt
neues Geschehen


Dienstagabend, 28.Aug.2012

 


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(c) Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 11.9.12

es ist wahrhaftig ein Glück, in einer guten und lange währenden Phase leben zu können und, dem Himmel sei Dank, in der gleichen Zeit, bevor der Planet wieder in Starre versinkt.
Dir einen sonnigen und guten Morgen von mir

von finbarsgift am 11.9.12 - http://finbarsgift.wordpress.com/

das ganz doofe daran ist, dass irgendwann ja nicht nur das sonnensystem sterben wird, sondern das gesamte weltall den wärme- bzw. passenden kältetod!
natürlich dauert das noch milliarden von jahren, aber so wird es sein…
und was dann kommt, weiss niemand…
freuen wir uns also darüber, dass wir sehr kurz in der langen fase davor leben dürfen, das ist schon ein irres wunder und noch dazu zur gleichen zeit!

von bruni am 10.9.12

Ach, Finbar, ich gebe es nicht gerne zu, aber Marc hat recht, wären wir nicht vergänglich, nicht beweglich, wäre alles in uns und um uns herum erstarrt, leblos, hätte nicht begonnen, wäre nicht geschehen, nur Starre gäbe es seit Ewigkeit

von finbarsgift am 10.9.12

dem mono no aware folgt die welt bzw. besser gesagt: die welt birgt in sich dieses prinzip…
marc aurel hat es so formuliert:
was wäre die welt ohne die vergänglichkeit aller dinge?
nur kaltes totes erstarrtes!

von bruni am 3.9.12

Liebe Chrissi, es liegt GottseiDank noch in der Ferne, dieses “Altern”, doch wenn der Herbst kommt, hat frau solche Gedanken. Danke für den einfühlsamen Kommentar. grin

von Chrissi am 2.9.12

Wie liebevoll und durchdacht deine Tochter kommentiert… ich habe das Gefühl, sie versteht dich.
Auch ich sehe es so: “Schafft man es, sich so zu akzeptieren wie man ist, mit allen positiven wie negativen Eigenschaften und stolz auf diese zu sein, ist die Vergänglichkeit nicht von Bedeutung…”

oder so: “Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten…”
Wunden heilen und Freude hält wieder Einzug. Das ganze Leben lang. Wir lernen dabei den Sinn von Freude und Leid kennen - beide bereichern unser Leben.

Dein Gedicht gefällt mir sehr. Es macht mir viele positive Veränderungen bewußt, die wir erst mit fortschreitendem Alter erleben dürfen.

Liebe Grüße an dich und an deine wundervolle Tochter smile

von bruni am 1.9.12

Liebe “kleine” Tochter, ich kann nicht gerade behaupten, daß ich auf alle meine Falten stolz bin *grins*, aber ich akzeptiere sie *seufz* schweren Herzens.
Schlimmer ist es zu wissen, der Herbst des Lebens ist angebrochen, der Sommer ging vorüber und wer weiß, wie kalt der folgende “Winter” dann sein wird…
Den Herbst mag ich sehr u. komme gut mit ihm klar, aber das, was danach kommt, das liegt mir sehr auf der Seele.
Ich drück Dich,
Deine Mama

PS Wie shcön, daß Du hier kommentiert hast!

von Corinna am 1.9.12

Vergänglich, ja so ist das Leben und der Mensch. Es schmerzt zwar auf der einen Seite (manchmal sehr!), aber auf der anderen ist es umso wichtiger, den Moment zu genießen, sich an der Gegenwart zu freuen und gespannt auf die Zukunft zu sein.
Das Altern macht einen Menschen zu dem, was er ist und das ist gut so!!! Alle Falten, Erlebnisse sind notwendig, um der Mensch zu sein, der man ist. Schafft man es, sich so zu akzeptieren wie man ist,mit allen positiven wie negativen Eigenschaften und stolz auf diese zu sein, ist die Vergänglichkeit nicht von Bedeutung…(zumindest nicht in negativem Sinn) Kuss und eine feste Umarmung

von bruni am 31.8.12

Liebe Anna-Lena, da hast Du wohl recht.
Es wirft seine Schrecken voraus, dieses Altern, wir werden uns auch unserer eigenen Vergänglichkeit bewußt. In jüngeren Jahren denkt man gar nicht daran… Dir einen lieben Gruß von mir

Liebe Bruni,

auch, wenn du den nahenden Herbst damit nicht ausdrücklich gemeint hast, passt es zu dem fühlbar scheidenen Sommer.

Je älter wir werden, desto mehr wird uns die Vergänglichkeit bewusst und stürzt uns manchmal in eine Gefühlschaos.

Mit lieben Grüßen
Anna-Lena

von bruni am 29.8.12

Liebe Babs, ich dachte weniger an den Herbst beim Schreiben. Ich dachte daran, wie vergänglich alle Dinge doch sind. Nichts bleibt, alles vergeht.
Natürlich vergehen auch die schönen Tage und die anderen kommen; doch auch sie werden vergehen, machen den nächsten dann wieder Platz. Ein immerwährender Kreislauf ist es, in den wir eingebunden sind. LG von mir

von minibar am 29.8.12 - http://minibares.wordpress.com

Ja, der Herbst ist wohl nicht mehr aufzuhalten.
Obwohl heute nochmal ein suuuper Sommertag ist.
Die Blätter fangen an, sich zu färben, die Herbstblüten kommen zu ihrem Recht.
Wir lassen uns die Laune nicht verderben
Wir gehn jetzt spazieren, das bekommt uns nicht schlecht.

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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