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Lebenstuch

Wenn die Nornen am
Lebenstuch weben, nehmen
sie nicht nur helle Fäden,

dunkle legen sie dicht
daneben, die in Wellen
dem Tuch verschlungene
Muster bringen

Dunkel und Hell, sie weben
so schnell

Wolken im Blau, ach, schau

nicht genau, nimm die Wolke
im Sturm, leb nicht nur im Turm,
als schwebender Schimmer
zeigt sich Helles doch immer

Nutze deine Flügel, spanne sie
weit, erinnere dich an Licht in
der Zeit, halt dich für nächste
Wolken jetzt schon bereit

Mutvoll, dein Sturzflug durch
Wolkendunkel und ein einziges
Wort trägt das Trübe dann fort


Mittwoch, 4. April 2012

Manchmal braucht man Zuspruch
und den eigenen Mut, damit es
weitergehen kann


image
(c) Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 15.4.12

Liebe Kerstin, Du hast den Nornen noch nie beim Weben zugesehen *lächel*?.
Mich haben sie schon immer fasziniert… Gewaltige schicksals-und sagenhafte Frauengestalten sind es.
Dir einen lieben Gruß nach Berlin von Bruni

von eine gewöhnliche Frau am 14.4.12 - http://schwemmgut.wordpress.com

Da musste ich erstmal etwas über Lebentücher googlen. Das war mir bisher fremd. Sehr erbauend und mutmachend geschrieben. Danke.
LG Kerstin

von bruni am 6.4.12

Liebe Barbara, wie sehr hast Du recht, mit dem Trost, den man auch bei Blogfreunden finden kann. Einen lieben Gruß von mir

ein schönes Gedicht!
Auch bei Blogfreunden findet man den Zuspruch, den jeder einmal braucht.

Schöne Ostern liebe Bruni und liebe Grüße
on Barbara

von bruni am 6.4.12

Schön, daß Du reingeschaut hast. Dieses Lebenstuch mit seinem bizarren Muster ist manchmal nicht so einfach zu leben. Gut, daß es nicht nur aus einheitlichem Schwarz oder blendendem Weiß gewebt ist.
So bewegen wir uns durch Freude und Leid und sind in Bewegung, die uns weiterhilft, vielleicht zu einer sehr tröstlichen Stelle.
Dir einen lieben Gruß von mir

von syntaxia am 6.4.12 - http://webloggia.wordpress.com

Das hast du ganz fein verwortet, liebe Bruni!
Glücklich möge der sich schätzen, der einen Menschen in der Nähe hat, wenn man diesen Trost braucht!

..grüßt dich Monika

von bruni am 5.4.12

Liebe Anette, ich habe diesen Baum einige Male fotografiert. In jeder Perspektive fand ich ihn gewaltig und außergewöhnlich.
Gute Worte, richtige Worte an richtiger Stelle sind das Allerbeste, was uns passieren kann. Einen lieben Gruß sende ich Dir

von bruni am 5.4.12

Ludwig, ich weiß was Du meinst, natürlich weiß ich es gut. Nach dem Dunkel scheint es uns, als sei das Helle noch heller und durch das wundersame Helle wird uns bewußt, wie schlimm ein rabenschwarzes Dunkel doch sein kann. Dir einen lieben Gruß von mir

von aNette am 5.4.12 - http://www.magic-colors.eu/Blog/

By the way, dein Magnolienbaum ist wunderschön. Ja und unser Lebenstuch ist kunterbunt gewebt. Ich mag bunt, magic-colors eben wink Tja, und schön ist ein einziges Wort an der richtigen Stelle, das durch die dunkle Wolkendecke trägt. Die Macht der Worte und der Poesie. Schön, dass es sie git. Bei dir finde ich sie immer. lg aNette

von mono8no8aware am 5.4.12

was ich mit meinem kommi wirklich meinte, das ist: was wäre all das schöne helle ohne das dunkle, das in seiner kontrastierung die heraushebung des hellen ja erst möglich macht, liebe bruni…
herzliche grüße
vom ludwig

von bruni am 5.4.12

ja Ludwig, ein Hin und Her ist es - immer
Dir einen lieben Gruß von mir

von mono8no8aware am 5.4.12

wie wahr…
weiße blüten
an dunklen bäumen
weiße wolken
in dunklen himmeln
wie wahr…

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