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Märchen

Jorinde bin ich,
suche Joringel,
und auch Rapunzel
im Turm liegt mir
im Sinn.

Schneeweißchen heisst
meine Schwester,
klein und fein, mit
blassen Wangen,

während auf den
meinen Rosen und
Hagebutten prangen.

Von sieben
Rabenbrüdern
möcht ich einen
einzigen haben,

um ihn zu fragen,
wohin Märchen
ihre Wahrheiten
tragen.

Hänsels Gretel
will ich nicht sein,
wäre vielleicht hilflos
als Schwesterlein.

Hans im Glück
begleit ich ein Stück,
gibt mir einen Teil
meiner Kindheit zurück.

Montagmittag,19.Sept.2011

Sie faszinieren mich, diese Märchen,
die vor so langer Zeit entstanden,
sich immer wieder veränderten und
doch bis heute von Kindern und
Erwachsenen gelesen und oft auch
sehr heftig diskutiert werden.

Der Froschkönig - Collage
image
(c) Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 22.9.11

Liebe Babs, es hat sich vieles verändert, aber die Rabenvögel waren mir immer gegenwärtig. Vielleicht nur, weil sie für mich wirklich mystische Vögel sind. Ich betrachte sie und meine Gedanken fliegen. Komisch, gell? LG an Dich

von minibar am 21.9.11 - http://minibares.wordpress.com

Es war einmal, so fangen alle Märchen an, sagt man.
von wegen sieben Raben.
Bis vor schätzungsweise 10 Jahren hatten wir keine Raben. Die kannten wir nur aus den Märchen, genau wie die Elstern, nur aus Kinderbüchern.
Irgendwas hat sich geändert.

von bruni am 21.9.11

Natürlich ☺ sehe ich Märchenhaftes, lieber Ludwig, manches ist tatsächlich sagenhaft u.wüßte man nicht ganz genau,ringsum brummt die Realität, dann könnte man glauben, an einem Feuer zu sitzen, dem Erzähler zu lauschen und eine Geschichte zu hören, die unglaublich klingt. Bruni grüßt Dich am herbstlichgoldenen Mittag.

von mono8no8aware am 21.9.11 - http://mono8no8aware.wordpress.com

letztendlich sind all unsere leben märchen, liebe bruni, hast du nicht manchmal auch dieses gefühl, das fast zur wahrheit wird?

es war einmal eine kleine, sehr sympathische bruni, die wortbehaglich wundersam arbeitete und sehr sehr schöne froschcollagen und anderes schuf um liebe leut’ damit zu erfreuen, und auch mit ihren märchenhaften texten gelang ihr das gar rund um die uhr…
und wenn sie nicht gestorben ist, so macht sie das auch heute noch…

herzlichst
ludwig

von bruni am 21.9.11

Lieber Wolfgang, ich bin immer hoch erfreut, wenn Du die Zeit gefunden hast, hierher zu kommen und meine “Dummheiten” zu lesen. Schön, daß Dir mein Froschkönig gefällt. Er ist in einer Nacht entstanden, in der ich ein Stück eines Geschenkbandes in die Hand nahm und mir überlegte, wie ich daraus wohl einen Froschkönig zaubern könnte. Er ist mir gelungen und ich bin heute noch stolz auf ihn. Einen lieben Gruß in den Norden von Bruni

von bruni am 21.9.11

Karin, nicht nur in den Märchen kannst Du die Urbedürfnisse des Menschen erkennen. Es ist leicht zu erraten, was alle suchen.
Es ist leicht, ihre Sehnsucht zu erkennen, weil sie uns selbst so nahe liegt.LG von Bruni

von Wolfgang am 20.9.11 - http://waushh2.wordpress.com

“Es war einmal”, so ist der Spruch,
wie Märchen meist beginnen.
In einem alten Märchenbuch
soll Gutes stets gewinnen.
Das Ende kennt ein jedes Kind,
und auch die großen Leute:
“...”
—-
Dein Froschkönig gefällt mir, LG von Wolfgang

von karin am 20.9.11

es war einmal ...und war doch so nie..seit Urzeiten weben vor Schrift und Druck die Erzähler..im Altertum waren es fast immer die Männer, die herumzogen oder denen die Zuhörer auf den Märkten gebannt lauschten, in der dunklen Winterzeit, wenn man enger zusammenrückte ,wurden diese Märchen, die zugleich ja auch Lebenslehrstücke sein sollten,am Feuer erzählt und dann nach Erfindung der Druckkunst wurden sie gesammelt, zusammengetragen, weitergesponnen, neu erfunden….bis heute….jetzt sind es Fantasy- und Mythenstoffe, die Alt und Jung begeistern.Es scheint ein Urbedürfnis der Menschen zu sein, sich aus der realen Welt in eine Scheinwelt fortstehlen zu können.
Mich fasziniert dabei immer wieder, wie Märchenstoffe rund um unseren Erdball bei vielen Völkern oft sehr identisch sind.
Ein Märchen…auch Dein Gedicht….liebe Bruni
Wahrscheinlich brauchen die Menschen diese Geschichten

von bruni am 19.9.11

Liebe Gaby, Du bist ja mal wieder spät unterwegs. Ab ins Bett mit Dir. Lieber Gruß in die Nacht von Bruni

Von Geheimnissen umwoben gelingt es uns immer wieder, aus der rauen Realität in die Welt der Märchen zu flüchten. Wenigstens das haben wir mir den Kindern noch gemeinsam.

Liebe Nachtgrüße
Anna-Lena

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