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Ein Anfang

Am Ende,

wenn der Herbst sich
neigte und nutzlos wäre
mein Erdengewand,

zerrisse die nutzlose Hülle,
meine Seele flöge
in weichem Licht,

bestünde mein Ich
nur in Poesie, grämte
sich nie mehr über
linke Hände und
Sprachlosigkeit,

meine Gedanken
erhöben sich weit
über irdische
Reglosigkeit und
Marionettenschritte

wäre ich Flamme
und Licht zugleich,
denn ich hörte den Ruf
von Unendlichkeit.

Mittwochnacht, 21.Sept.2011

Auch über irdisches Ende
darf man sich ja mal
Gedanken machen…


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(c) Bruni Kantz

Kommentare

von b am 26.9.11

Guten Morgen Wolfgang, Dein ÜberlebeWesen gefällt mir richtig gut. ☺ Einen lieben Gruß sende ich Dir

von bruni am 26.9.11

Liebe skryptoria,nicht immer sind meine Worte so ruhig und gelassen, nicht immer stehen sie über den Dingen *lächel*. Dann klingen meine Worte anders, bedrohlich für mich selbst, aber ich verarbeite Erlebtes dabei, also sind sie doch wieder gut, auf jeden Fall für mich selbst… LG von Bruni

von bruni am 26.9.11

Es ist schön zu hören, daß man poetisch ist, Barbara, ich kann Dir aber versichern,daß ich manchmal weit von der Poesie entfernt bin, doch ich brauche sie, wie ein Fisch(ich bin einer ☺) das Wasser. Es ist ein Lebensraum, in dem ich mich wohlfühle u.ich weiß, daß es Dir ähnlich geht…
LG von mir

von Wolfgang am 25.9.11 - http://waushh2.wordpress.com

Das Leben, Körper und auch Denken,
all dies gehört zu den Geschenken,
die Gott den Menschen zugedacht.
Es nagt daran der Zahn der Zeit,
und alles ist dem Tod geweiht,
so ist die Welt gemacht.
- Doch wenn das Leben wir bekommen,
und es uns wieder wird genommen,
wer ist es denn, dem dies passiert?
Es wohnt in uns - so manche Thesen -
‘ne Art von Über-Lebe-Wesen,
das vor- und nachher existiert.
—-
LG von Wolfgang

von ahora am 25.9.11 - http://ahora-giocanda.blogspot.com

Ja, meine liebe Bruni, du bist Poesie in Person grin.
Bei diesem Gedicht gefiel mir die Tiefe, die hinter den Worten steckt besonders.

Liebe Grüße und einen sonnigen Sonntag
wünscht Dir Barbara

von skryptoria am 24.9.11 - http://skryptoria.wordpress.com

“Auch über irdisches Ende darf man sich ja mal Gedanken machen…”

Natürlich darf man. Insbesondere dann, wenn sie so ruhig und harmonisch vorgetragen werden, wie die Deinen.

Es klingt zufrieden und bereit, aber dennoch irgendwie weiterhin neugierung auf alles, was noch kommen wird.

Schön!

von bruni am 23.9.11

Hallo, meine liebe Barbara, bin ich nicht immer poetisch? *lächel* Einen lieben Gruß zu Dir

von ahora am 23.9.11 - http://ahora-giocanda.blogspot.com

Ach, Bruni, ich bin begeistert über Deine Worte.
Sie sind so poetisch!
Und sich über das Ende Gedanken machen ist wichtig und richtig.

Liebe Grüße
Barbara

von bruni am 22.9.11

Der Anfang vom Ende oder auch das Ende ist der Anfang! Immer gibt es einen Weg, der zum Abschied führt u.täglich setzen wir uns tatsächlich mit dem Verabschieden auseinander. Der Abschied, den wir von unserer irdischen Hülle nehmen werden, ist doch etwas ganz anderes, als sich vom Tag zu verabschieden. Die Spanne von Tag zu Tag ist menschlich überschaubar. Haben wir von einer Erdenhülle Abschied genommen, sehen wir in eine Unendlichkeit, die wir nicht fassen können. Wir sind fassungslos, obwohl es um uns herum unentwegt passiert. Wir sind umgeben von Anfang (Geburt) und Ende (Tod) und doch sind es für uns Wunder, die wir zwar sehen, aber nicht wahrhaft begreifen können. Lieber Gruß an Dich, liebe Karin

von karin am 22.9.11

Brunilein….die Überschrift Deines Poems heißt EIN ANFANG und das ist meine Botschaft, die ich daraus lese…. seitdem wir auf der Welt sind, verabschieden wir uns, jedesmal vom gewesenen Tag und auch da wissen wir nicht, was der nächste Tag uns bietet..wir ahnen und hoffen Gutes für uns, aber immer hält das Schicksal Überraschungen für uns bereit.
Für viele Menschen scheint es unakzeptabel, daß sie nicht wissen, was danach kommt…..
eigentlich bietet die Natur doch genug Anschauungsunterricht…warum wollen wir für uns Menschen einen anderen Weg…. wir gehen ein in die Natur wenn unser Fleisch zerfällt, werden wir verbrannt, bleibt unsere Asche und auch meiner Seele muß kein Weiterleben beschieden sein…. sie macht anderen neugeborenen Seelen Platz…bietet ihnen einen ANFANG an unserem Ende…
einen lieben nachdenklichen Gruß an Dich
Karin

von bruni am 22.9.11

nachdenklich sind sie schon, lieber Karl, aber sie sind nicht bedrückend, obwohl der Morgen sehr grau aussieht. Einen lieben Gruß sende ich Dir

von bruni am 22.9.11

Liebe Gaby, nein sage ich tatsächlich. Du bist eben eine kluge Frau u. Bruni-Gedanken sind Dir nicht mehr fremd *lach*.
Es beschäftigt uns doch alle, mal mehr und mal weniger. Sind wir jung, haben unbändigen Schwung, da haben wir gar keine Zeit, über dieses menschliche Ende nachzudenken, aber dann kommen die älteren Tage und die Gedanken sind eben andere… Lieber Gruß von Bruni

von bruni am 22.9.11

Ludwig, ich danke Dir für Deine Worte, war es doch erst nur ein schnell hingekritzelter Text, den ich kaum noch entziffern konnte… ☺ Einen lieben Gruß in den Tag von mir

Tiefsinnig und tiefgründig, liebe Bruni. Wären das aber nicht eher Zeilen für dunkle, graue Novembertage?

Nein, wirst du sagen und hast auch Recht, denn Anfang und Ende haben ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten.

Ich schicke dir Sonnenstrahlen der wärmenden Septembersonne grin

Anna-Lena

sehr nachdenkliche Worte,
lg
karl

von mono8no8aware am 22.9.11 - http://mono8no8aware.wordpress.com

und was für einmalige gedanken
und was für ein großartiger text!

ich jedenfalls habe ihn mir schon gemopst, klammheimlich in der früh!

hab einen schönen tag
madame de la poesie!
ludwig

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