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Ernährer

Mein Herz schmilzt,
wenn ich dich anseh,

Prinz meiner Träume,
Vater meiner Kinder
und König im Knast.

Unser Ernährer
bei Wasser und Brot.

Den Rest verdiene ICH
und es hat keine Not.

Mittwochabend, 11.Mai 2011

Panzerknacker
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(c) Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 13.5.11

Oh, Anettchen, Du bist aus dem Urlaub zurück und erholt; ich höre es Deinen Worten an ... Ja, ich weiß, Du kannst zu diesem besonderen Thema auch Deine eigene ganz besondere Geschichte erzählen. LG von Bruni

von aNette am 13.5.11 - http://www.magic-colors.eu

Na, das Thema scheint ja die Diskussionen anzuheizen. Wie du weißt, bin ich seit einigen Jahren glücklich verheiratet. Zur Zeit der Geburt meiner Tochter vor 36 Jahren war ich es nicht. Alleinerziehend und arm, wie es oft heute in einem Atemzug genannt wird, nein das war ich nicht. Ich habe immer Full-Time als Kinderkrankenschwester gearbeitet, hatte genug Geld für ein eigenes Auto, eine hübsche Wohnung und jedes Jahr einen schönen Urlaub. Die Umstände die mich zur Alleinerziehenden Mutter gemacht haben, stimmten mich traurig. Die Tatsache als solche war es nicht. Man kann allein entscheiden, man muss nie bitten oder fragen. Die Liebe kam nicht immer zu kurz, man richtet sich ein grin Heute ist es allerdings schöner. Ich kann nur sagen, Frauen sind sehr stark. Oft stärker, als sie es selber vermuten. Dein Gedicht ist kurz, prägnant, regt zum Denken an, einfach klasse. lg aNette

von bruni am 13.5.11

Liebe Anna-Lena, ich habe versucht, ziemlich knapp zu formulieren, was mir da im Kopf herumging. Es gibt so viele Frauen, die ohne männlichen “Schutz” auskommen müssen. GottseiDank funktioniert es meist, auch wenn es für die kleinen Restfamilien oft einen ordentlichen Kraftakt bedeutet. LG zu Dir

In einer Zeit, in der immer mehr Familien - auch aus anderen Gründen - auseinander fallen, muss eine Frau oft über sich hinauswachsen und ihren “Mann” stehen.
dass sie das kann, zeigt die Realität.

Ich finde deine Worte nicht heftig, sondern klar, deutlich und nachdenkenswert.

LG in deinen Tga,
Anna-leag

von bruni am 12.5.11

Liebe Karin, ich stimme Dir voll und ganz zu. LG von Bruni

von bruni am 12.5.11

Liebe Monika, liebe Barbara, wieso meint ihr, es seien heftige Worte? Manchmal muß man die Dinge beim Namen nennen und sich damit auseinandersetzen, daß sich viele Frauen aus verschiedenen Gründen eine eigene Existenz aufbauen müssen, weil der “Ernährer” nicht mehr zur Verfügung steht. Wenn so ein Panzerknacker für eine Zeitlang aus dem Verkehr gezogen wird, muß die Frau sehen, wie sie die Kinder und sich selbst über die Runden bringt. Meist gelingt es auch, obwohl es viel Kraft kostet, denn der Selbsterhaltungstrieb bei Frauen und Müttern ist stark ausgeprägt. LG von Bruni

von bruni am 12.5.11

Lieber Karl, es hat sich einiges geändert, das stimmt, die Frauen sind selbständiger geworden, haben meist einen eigenen Beruf und sind nicht mehr auf Gedeih und Verderb auf den Verdienst des Mannes angewiesen. LG von Bruni

von ahora am 12.5.11 - http://ahora.blogspot.com

“König im Knast”?, also schon in Rente! wink.
Heftige Gedanken wurden hier verarbeitet, liebe bruni.

Gruß
Barbara

von karin am 12.5.11

wahnsinnig gut auf den Punkt gebracht…das (bittere) Selbstbewußtsein vieler Frauen…, ernähren können sie sich und ihre Kinder selbst, aber der Hunger nach Liebe, der bleibt ungestillt….

von syntaxia am 12.5.11 - http://webloggia.wordpress.com

Hui, ganz schön heftig, Bruni!
..grüßt dich Monika

von Karl am 12.5.11 - http://www.myblog.de/wortbilder

ich denke, der Begriff *Ernährer* ist heute nicht mehr so aktuell. Oft sind es die Frauen, die das Geld erarbeiten.
Es hat sich viel geändert wink
lg
Karl

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