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Deiner und meiner

Meiner und deiner
und noch einer
blicken grimmig
und stumm
um sich herum.

Was war das doch gleich?
Wie hiess dieser Scheich?
Was gibt es zu essen?

Du mußt noch deinen
Bauchumfang messen?

Männer in Rente,
nur noch aldente,
sie zicken herum
ohne früheren Schwung.

Gehen plötzlich
am Stock,
du bekommst einen
Schock.

Der Zeh entzündet,
der Hals so rauh,
er betrachtet sich
täglich und sehr genau.

Ein roter Schal
würde ihm stehen,
du könntest mit ihm
ins Theater gehen.

Er nörgelt und meckert,
weiß alles besser.

Wo ist der Mann,
den du kanntest,
der Mann mit Humor,
bei dem dir nie
das Lachen gefror.

Geh auf die Suche,
er ist noch da.
Zeig ihm die Sterne.
Sieh in die Ferne
und lerne.

Öffne dein Herz,
zeige auch Schmerz.
Gib ihm von deiner Kraft
und du hast es geschafft.

Montagmorgen, 21.3.2011
Liebe Freunde, mein Mann las
als erster, er lachte laut und meinte,
es wäre aber ziemlich bösartig, was
ich da schreibe.
Es geht mir nur um die Männer, die so
gar nichts mit sich anzufangen wissen,
die unzufrieden herumhängen und mit
Nörgeln ihre Zeit “totschlagen”.
Keiner von EUCH ist hier gemeint!


image
(c) Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 27.3.11

weißt Du, liebe Anette, wenn man nicht auch mal bösartig schreiben kann, dann ist alles andere bestimmt irgendwann nur noch süßlicher,lauwarmer Brei. Also teste ich mich immer mal wieder, was geht ... ☺ LG von mir

von aNette am 26.3.11 - http://www.magic-colors.eu

Dieses Gedicht ist sehr bösartig wink sehr wahr, sehr gut und köstlich und auf die Spitze getrieben, oder auch nicht? Ich glaube sogar, dass es diese Menschen (Mann oder Frau) in jedem Lebensalter gibt. Schwer, damit umzugehen. Zum Glück sind es immer die Anderen und wir haben Stoff zum Lästern. Wieder mal eine Meisterwerk unserer Wortakrobatin Bruni grin lg aNette

von bruni am 25.3.11

Hallo Gaby, ja, sie sind mir ein Dorn im Auge, die Miesepeter ... ☺ LG von mir

Da hast du es ihnen aber gezeigt, liebe Bruni, den alten Stieseln, den Fiesen. Hoffentlich passen sich die dazugehörigen Frauen nicht an grin.

Herzlich
Anna-Lena

von bruni am 23.3.11

Lieber Wolfgang, Du hast mal wieder reingeschaut und findest mich da, wo ich gerade um die Kurve biege ... ☺
Tja, was Frau so alles denkt. Ich schicke Dir liebe Grüße in den Norden

von Wolfgang am 23.3.11 - http://waushh2.wordpress.com

Na, liebe Bruni, da hast Du aber grade mal noch so die Kurve gekriegt wink
LG - Wolfgang

von bruni am 23.3.11

Liebe Babs, ich bin schon vielen begegnet, die diesem von mir beschriebenen Bild entsprechen und sie ärgern mich ...
LG von Bruni

von bruni am 23.3.11

Lieber Helmut, ich glaube nicht, dass die, an die ich hier dachte, wortbehagen lesen ☺ LG von Bruni

von minibar am 22.3.11 - http://minibares.wordpress.com

Ich kenne so einen Fall. Sie arbeitet noch, er sitzt daheim und ruft mindestens jede Stunde einmal an. Erreicht sie ihn mal nicht am Telefon, fährt sie gleich heim, knapp 50 km.
Ein blöder, krankmachender Zustand.
Wir beide sind gleichaltrig, da dürfte sowas nicht passieren wink - hoffe ich.

von Helmut Maier am 22.3.11 - http://www.maier-lyrik.de/blog

“Keiner von EUCH ist hier gemeint!” - und ja wohl auch nicht Deiner wink
- da fällt mir ein Stein vom Herzen!

Liebe Grüße
Helmut

von bruni am 21.3.11

Liebe Karin, nur durch dieses Foto kam ich überhaupt auf die Idee für dieses Gedicht ☺ LG von mir

von karin am 21.3.11

Jene und Diese und Unsereiner -:))
liebe Bruni, leider sind es erschreckend viele der Mannsbilder, die Deinem so drastisch geschilderten Bild entsprechen, es sind die Männer, die sich nur in der Arbeit verwirklicht haben und jetzt zu Hause nichts mit sich anfangen können.
Aber auch unter Unsereiner gibt es genug Frauen, die ab einem bestimmten Alter nur noch Nabelschau betreiben und ähnlich unaktiv sind….dabei bietet die Freiheit von der Arbeitsfron so viele Chancen, etwas Neues zu beginnen, etwas Verschüttetes wieder auszugraben und vor allem , man(n)/frau hat endlich Zeit….
zum Trost der Männer und Frauen:
es gibt solche und solche und wir gehören natürlich zu den letzteren -:)))
Deine beiden Masken sind herr-lich!

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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