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Revolution

Offene Münder
die brüllen, sich nicht
mehr in finsteres
Schweigen hüllen.

Schreiende, fordernde
Menschenmassen,
die ihre Nester verlassen
und nur noch hassen.

Fäuste, die fliegen,
Steine, die treffen,
blutende Wunden, die
nie mehr gesunden.

Straßenkämpfe,
Schwelende Dämpfe.

Angstgeweitete
Kinderaugen,
wütende Menschen
an allen Orten.

Nach Resignation
blitzende Waffen
und blanker Hohn.

REVOLUTION

Donnerstag,16.6.2011


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(c) Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 20.6.11

Ich danke Dir für das Lob, liebe Gaby.
Messerscharf ist halt auch gefährlich, man/Frau schneidet sich ziemlich schnell an der eigenen Waffe ... Fast sind mir die stumpfen Messer lieber ☺ LG von mir

von bruni am 20.6.11

Liebe Anette, ja, es war friedlich, mein Wochenende,aber nun ist es schon wieder vorüber. Liebe Grüße von Bruni

von bruni am 20.6.11

Liebe skryptoria, da hast Du recht, die Ereignisse schreien aus allen Ecken. LG
an Dich

von bruni am 20.6.11

Lieber Ludwig, in meinem Wortwerk stecken so viele Emotionen, daß ich am Ende selbst erstaunt war, daß das Bündeln nicht mißglückt ist. Danke für Deine Worte dazu. LG von Bruni

Mit wenigen Worten messerscharf auf den Punkt gebracht - klasse, liebe Bruni

Liebe Grüße
Anna-Lena

von skryptoria am 19.6.11 - http://skryptoria.wordpress.com

Erschreckend wahre, klare Worte! Schade, dass sie immer relevanter werden, liebe Bruni.

von aNette am 18.6.11 - http://www.magic-colors.eu

Sehr gut beobachtet und formuliert, liebe Bruni. Man kann sich vorstellen, dass es Dinge gibt, die Menschen so hasserfüllt auf die Straße treiben. Dir ein friedliches WE, lg aNette

ein ganz herausragendes werk!
aufwühlende, präzise zeilen,
die mein herz überfluten und
meine seele anspornen ...
liebe grüße!
ludwig

beeindruckende zeilen
die im kopfe verweilen
und bedenklich machen
gedanken zerkrachen

von bruni am 17.6.11

Nach Jahren der Demütigungen, der gewaltsamen Unterdrückung gehen die Leute endlich auf die Straße und ich denke, diese sich Trauenden, die treibt der Hass auf ein ungerechtes, despotisches Regime an. Es ist ein Hass, den man gut nachvollziehen kann. Lange Jahre resignierten sie und schwiegen, nun bricht es aus ihnen heraus mit Gewalt. Ich würde sie nicht Wutbürger nennen. Ich würde sagen, sie lassen heraus, was unterdrückt war, was schwelte im Untergrund und es entlädt sich nun in gewaltsamem Protest, der nun endlich bereit zu allem ist.
Ich habe damals diese Gewalt auf beiden Seiten gespürt und erlebt und kann Dir sagen, ich möchte es nie mehr erleben müssen, ich kann es aber verstehen und heute besser denn je, lieber Helmut.

von Helmut Maier am 17.6.11 - http://www.maier-lyrik.de/blog

Es sieht bei diesem Text ein bisschen so aus, als ob Revolutionäre grundsätzlich die sind, die “nur noch hassen.”: die “Wutbürger” - und von ihnen die Gewalt ausgeht. Aber die strukturelle Gewalt der Herrschenden, gegen die sich die Revolution wendet, ist die nicht die eigentlich schuldige?

von bruni am 17.6.11

Liebe Karin, ich suchte nach einem wilden beeindruckenden Foto dazu, aber alles, was ich fand, trifft nicht den Kern, diese gewalttätige Bereitschaft zum Zugrundegehen.

von karin am 17.6.11

die Menschen, die den Mut haben, aufzubegehren, ernten selten die Früchte ihrer Revolution…..die Masse wird aufgepeitscht, mißbraucht und bleibt in ihrem Elend…...
Revolution ist für sie dann wirklich Hohn….
traurig…aber tägliches Geschäft…
Dein Gedanken dazu sind beeindruckend…

von bruni am 17.6.11

Liebe Monika, wir sind umgeben von Menschen, die sich auflehnen, endlich leben wollen und dafür zur Gewalt greifen.
Vor sehr vielen Jahren habe ich es in Griechenland selbst miterlebt und es war schrecklich. LG von Bruni

von syntaxia am 17.6.11 - http://webloggia.wordpress.com

Gewaltig!!

..grüßt dich Monika

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