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Kindliche Fantasie

Als ich jung war
und voll Schwung war,

schien der Mond
auch am Tage
und die Sonne
des Nachts.

Ich las, dass Melonen
an Bäumen reifen
und Zitronen zwischen
Orangen hängen.

Ich las von Zwergen
und Riesen, vom Land
in den Schatten, von
Feen und Prinzen,

vom Zauber der Welt,
zu dem sich das
Wissen um Wunder
gesellt.

Ich las von riesigen
Blüten, von Faltern,
die fliegen und
lebenden Steinen,
die sehr oft weinen.

Die Zeit hatte Flügel
und flog vorbei.

Nun seh ich die Sonne
am Tage und den Mond
in der Nacht.

Doch hör´ich das Kind
in mir, weil es immer
noch lacht.

Mittwochabend, 8.6.2011

Was heißt das schon,
erwachsen zu sein ...

Ausschnitt aus "Kunstsinn oder Unsinn"
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(c) Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 4.8.11

Ja, das glaube ich Dir, daß in in den Bildern, die Du so gekonnt malst, auch Kindliches verarbeitet wird. Es kann ja gar nicht anders sein. Schließlich steckt das Kind, was wir gewesen sind, in veränderter Form ja immer noch in uns. LG von Bruni

von Astrid am 1.8.11 - http://astrid-bergmann.blog.de/

Wunderschönes Gedicht! Ohne das Kind in mir, würde so manches Bild nicht gemalt.
LG
Astrid

von bruni am 10.6.11

Lieber Ludwig, es ist gut,wenn diese Bilder auftauchen können! Lieber Gruß an Dich

sehr sehr schön
wunderbare bilder
tauchen da vor mir auf smile

liebe grüße!
ludwig

von bruni am 9.6.11

Liebe Monika, danke für Deine Worte. Ich werde daran denken! LG von Bruni

von syntaxia am 9.6.11 - http://webloggia.wordpress.com

Es tut so gut, wenn sich ein fröhliches inneres Kind zeigt. Das verletzte dagegen kann uns dagegen zu schaffen machen. Auf Wortbehagen darfst du jederzeit wagen, es hüpfen und tollen zu lassen, liebe Bruni!!

..grüßt dich Monika

von bruni am 9.6.11

Ach, Karin, manchmal ernte ich auch schräge Blicke, wenn ich das Kind in mir zeige. Darum verstecke ich es oft. Einen lieben Gruß von Bruni

von bruni am 9.6.11

Liebe Frau Schwemmgut ☺! Gerne würde ich auch einen anderen Namen verwenden.
Nur mit einem Quentchen KindSein war ich in der Lage, diesen Text zu formulieren.
Lieber Gruß von Bruni

von karin am 9.6.11

Erwachsen sein…so glauben viele…heißt, dem Kind in sich keinen Raum mehr geben zu können…zu dürfen..sie bringen sich um so viel…liebe Bruni, in Dir steckt immer noch ein großes Kind,  das sich die Welt aus Zauberworten zusammensetzt, sie in Gedichte verwandelt…mal ernst, mal verspielt, mal gedankentief, dann federleicht…. ein wenig beneide ich Dich um Deine Gabe….aber für mich sind es bereichernde Fundstücke…jedesmal beim Besuch auf Deiner Seite….habe Dank dafür..
dem Brunikind einen frühen Morgengruß
Karin

von eine gewohnliche Frau am 9.6.11 - http://schwemmgut.wordpress.com

Ich bin beeindruckt, das kindliche Staunen und Bezaubert sein hast du wunderbar eingefangen. Möge immer ein Stück Kindsein in uns wiederhallen.

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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