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Dunkle Nacht

Mitten im Dunkel
bin ich erwacht.
Mir war so, als
holpere und stolpere
die Nacht.

Jetzt schrie sie
nach Luft und atmete
schwer, schluckte
und stolperte
immer mehr.

Gärende, unverdaute
Menschengedanken
schrieen durcheinander,
rannten gestikulierend
umher.

Sie störten Ruhe
und Dunkel sehr.

Dann kamen von weither
die Träume, schleppten in
großen Mengen
Hoffnung herbei

und endlich wurde
es still in der Nacht.

Ich glaube fast,
ein guter Gedanke
hat schon gelacht.

Die Nacht atmete auf
und nahm ihren
gewohnten Verlauf.

Sonntagabend, 17.7.2011


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(c) Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 19.7.11

Lieber Helmut,danke für den guten Tip! Wenn er wieder mal vorbeischaut, dieser bestimmte Gedanke, werde ich ihn sofort festhalten, zur Not mit Gewalt, aber manchmal sind die Gedankenkerlchen auch sehr schlüpfrig und gleiten einem durch die Finger, zack, sind sie schon wieder weg. LG von Bruni

von Helmut Maier am 19.7.11 - http://www.maier-lyrik.de/blog

Also: immer einen Stift bereitliegen haben (und ein Blatt Papier), um den guten Gedanken festhalten zu können!

Liebe Grüße
Helmut

von bruni am 18.7.11

Lieber Ludwig, mit heiterer Resignation * ertrage ich heute früh mein Müdesein, denn es war schon spät, als ich schrieb und die Zeit, die ich dann noch zum Schlafen hatte, war etwas zu kurz…
Es ist ja nicht so, daß wir nachts nur Albträume haben ☺. Es gibt durchaus auch beschwingende Träume und aus einem solchen Traum heraus kam das Lachen ☺.
Aus anderen Träumen kam leises Lächeln, aber das wäre wieder eine andere Geschichte oder auch ein Gedicht… Lieber Gruß von Bruni

von mono8no8aware am 18.7.11 - http://mono8no8aware.wordpress.com

sehr ausdrucksstark und gelungen,
ja, die gedanken der nacht,
wenn wir die nicht hätten ...
aber schön, dass wenigstens einer darunter war, der lachte *smile*
dir einen guten morgen
ohne sorgen smile
herzlich
ludwig

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