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Des Weges 2. Teil

Verhangene Hügel,
die Sicht getrübt,
der Wanderer steht
und überlegt, ob er
diesen Weg tatsächlich
weitergeht.

Sehnsucht begleitet
seine zögernden
Schritte und er geht
in des holprigen Weges
sehr schmaler Mitte,

betrachtet Felder
und Wiesengrün und
entscheidet sich endlich
zum Niederknien.

Er bedankt sich
beim Weg für freies
Geleit und bekennt,
er sei für´s Ankommen
noch lang nicht bereit.

Freitagnacht, 1.7.2011

Es gibt Wege, die viel zu schön
sind, um sie durch ein Ziel ein-
zuschränken oder zu beenden.


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(c) Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 10.7.11

Das ist aber schön, liebe Anette, daß Du mich auf meinem Wege begleiten willst. Von Zeit zu Zeit sehe ich mir Deine Fotografien an und fasse es dann nicht, was Dir nun wieder gelungen ist. LG von Bruni

von aNette am 10.7.11 - http://www.magic-colors.eu

Wow Bruni, nun bin ich also auf der 2. Etappe des Jakobsweges gewandert, mit dir und den wunderbaren Zeilen und jetzt ist mir auch zum Niederknien grin Bei deinen Worten kann ich mir diese atemberaubende Landschaft vorstellen. Wirklich zu schade, um anzukommen. Aber ich weiß ja, dass ich mit dir noch viele literarische Wege gehen kann wink lg aNette

von bruni am 4.7.11

für immer und ewig wandern, lieber Ludwig, würde aber auch Unendlichkeit bedeuten. Unendlich leben ist genau so unfaßbar, wie Sterben müssen. Wandern, solange die Freude darüber anhält, würde ich mir wünschen. Lieber Gruß von mir

von mono8no8aware am 4.7.11 - http://mono8no8aware.wordpress.com

des wanderers lebensaufgabe ist es zu wandern ...
erreicht er/sie ein ziel, so ist das schön und befriedigend, aber es ist immer nur ein zwischenziel, das erreicht wurde ...
hier wird kraft geschöpft, ausgeruht, besinnliches geschrieben, ein beispiel ist dein schöner text hier, und dann geht es weiter, denn in wirklichkeit wollen alle wanderer nur eines: für immer und ewig wandern und die natur dabei erfahren, flore, fauna, menschen ...

von bruni am 3.7.11

Liebe Karin, ein interessantes Gedicht hast du eingesetzt. Weg und weg ...
Wer von uns hat sich wirklich noch nie verirrt? Ich verirre mich immer noch unentwegt, komme aber inzwischen etwas schneller ☺ mit den Sackgassen zurecht und nehme meine Erfahrungen mit.(Manchmal lasse ich sie aber auch dort liegen ☺) LG von Bruni

von karin am 2.7.11

Liebe Bruni,
ich habe meinen gesammelten Weg-Gedichten auch eines vom Cees Nooteboom zugesellt, das ich schon oft weitergereicht habe, es paßt auch zu Deinen beiden als Weggefährte und regt zum weiteren Nachenken an:

Weg

Ich bin der Weg.

Ich ziele wie ein Pfeil
auf die Ferne,
aber in der Ferne
bin ich
weg.

Wenn du mir folgst,
hierher, dorthin, hierher,
findest du hin,
wie auch immer.

Weg ist weg.

Ich stimme Dir voll zu, daß nicht jeder Weg ein Ziel haben muß, man sollte sich nur nicht im Wegelabyrinth verirren…Irrwege gehen wir alle mal und nicht jeder Weg ist gradlinig und wenn wir ankommen, dann sammeln wir Kräfte zum neuen Aufbruch. Das engültige Ziel haben wir erst dann erreicht, wenn wir keine weiteren Wege mehr gehen dürfen.
liebe Grüße an Dich
Karin
started lautet der Spamschutz -:)))

von bruni am 2.7.11

Liebe Gaby, ich habe über den Weg und endgütige Ziele nachgedacht und kam nach reiflicher ☺ Überlegung zu dem Entschluss, daß ein Weg erst mal die Chance zur Entfaltung bekommen sollte, denn er ist ja tatsächlich das wirkliche Erlebnis und nicht das Ende, auch wenn es angeblich der Anfang sein soll. Man kann eben viele Seiten betrachten u.nun ist einfach mal diese dran! LG von mir am Samstagmorgen

So gefällt mir das, ein Mensch, der offen für alles ist, neugierig seinen Weg geht und auch dankbar ist, wenn er ein Stück des Weges geschafft hat.

Ein schöner Auftakt in den neuen Monat, liebe Bruni.

Herzlich,
Anna-Lena

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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