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Wintergedanken

Dunkel die Tage,
der Himmel verhangen.
Doch ich hörte, wie Vögel
vom Frühling sangen.

Hart war der Winter,
frostig die Nächte,
die Tage eiskalt.

Er tobte im Süden
und auch an der See.
Aus heiterem HImmel
schickte er den
weichesten Schnee.

Jetzt verbot er der Sonne,
dem Menschen zu scheinen,
er wollte ihn frierend,
Stein im Gebeine.

Wärme hasste er
und warmes Lachen,

dem Wind gebot er,
mächtig zu wehen,
dem Menschen seine
Ohnmacht in die Ohren
zu schreien und
schreckenerweckender
Orkan zu sein.

Noch ist er wach, doch
schon etwas schwach.

Da wagt sich die Sonne
verstohlen hervor und
hebt uns den Blick
zum HImmel empor.

Wir entdecken Hoffnung,
zögerndes Licht, welches
nicht nur den Vögeln
von Frühling spricht.

Freitagmorgen, 28. Januar 2011


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(c) Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 9.2.11

Hallo Babsi, von all den schönen Blümchen konnte man heute vor lauter Nebel nichts sehen ... LG von Bruni

von minibar am 9.2.11 - http://minibares.wordpress.com

Jaaa, und die Sonne scheint nun schon den 3. Tag hintereinander. Die Grade werden zwar weniger, doch schön ist es.
Die Winterlinge, Krokusse, Duftschneebälle, sie blühen mit voller Lebensfreude der Sonne entgegen.

von bruni am 31.1.11

Danke für Sandbänke und Haselkätzchen, sind gut bei mir angekommen. LG von Bruni

von karin am 29.1.11

ich versuche, sie morgen beim nochmaligen Spaziergang zu knipsen, bin aber ein sehr schlechter Fotograf, das wäre was für nAnette und dann schicke ich Dir das Foto per Mail.

von bruni am 29.1.11

Hallo, Karin, die noch vergrabenen Bänke hätte ich gerne gesehen. Es wäre bestimmt ein tolles Motiv für ein fantastisches Atlantis-Gedicht gewesen ☺.

von karin am 29.1.11

Auf einem langen Spaziergang bei diesem wunderbaren Sonnenschein am Main habe ich den ersten Strauch mit quittegelben Haselkätzchen gesehen, fast alle Bäume haben sichtbare Knospen getrieben und nach dem Rückgang des Hochwassers kam ich mir wie am Strand vor, denn der Main hat wunderschönen feinen Sand angeschwemmt, die Ruhebänke waren bis zu den hohen Lehnen darin vergraben!
Kalt und Sonne ist auch schön, aber immer noch muß man sich dick einmummeln, denn der Ostwind bläst unbarmherzig.In den Gärten lugten aber überall die Spitzen der Frühlingsblüher aus der Erde…auch sie sind ungeduldig…aber er kommt….der Frühling…und sich auf etwas freuen, was tatsächlich eines Tages eintrifft, hat ja auch was…bei den vielen sonst nicht eingehaltenen Versprechungen, die uns gemacht werden…-:)))

von bruni am 29.1.11

Liebe Karin, wir haben alle genug vom Winter und suchen die kleinen Frühlingsboten auf der kalten Erde.
Ich muß mich mal auf die Suche machen.
Die alte Dame möchte gerne wieder ihre täglichen Spaziergänge machen, aber sie friert so leicht, deshalb bleibt sie lieber behütet unter der warmen Decke. LG von Bruni

von bruni am 29.1.11

Liebe Barbara, Lichttherapie klingt ausgesprochen gut. Wird man da ins Licht gestellt? ☺ Lieber Gruß zu Dir

von bruni am 29.1.11

Lieber Helmut, noch bevor ich Deinen sehr dezenten Hinweis erkannte, war ich schon auf Korrekturpfaden unterwegs ...☺
Danke Dir und einen lieben Gruß von Bruni

von karin am 28.1.11

und wenn dann eine so köstlich topfgehenkelt behütete alte Dame nach dem Frühling, der Sonne Ausschau hält, dann muß er sich doch erweichen lassen….wir sind ja schon mit Sonne zufrieden…., aber dem jetzt schon strahlenden Sternenhimmel nach wird es morgen ein sonniger Tag….

von ahora am 28.1.11 - http://ahora-giocanda.blogspot.com

er kommt ja, liebe Bruni, nur Geduld.
Ich unterziehe mich täglich einer Lichttherapie.
Ich sage Dir - es hilft.
Lg
Barbara

von Helmut Maier am 28.1.11 - http://www.maier-lyrik.de/blog

Das z ö g e r n d e Licht scheint dennoch Vögel und DichterInnen bereits vom Frühling singen zu lassen.

Liebe Grüße
Helmut

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