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Verloren

Wie konntest du bleiben,
du kamst doch nicht an.

Nie warst du da, obwohl
wir dich sahen.

Du bist geblieben,
obwohl vertrieben.

Dein Körper ging fort
an den anderen Ort,

doch dein Fühlen, dein
Trachten und Hoffen

blieb immerfort
am verlorenen Ort.

Montagabend, 7. Febr. 2011




Kommentare

von bruni am 10.2.11

Die Heimat hatte er verloren, sie wurde ihm genommen,als er nicht da war und in der neuen kam er nie wirklich an.
Liebe Barbara, ich grüße Dich.

von ahora am 10.2.11 - http://ahora-giocanda.blogspot.com

nicht angekommen, verloren -
so lese ich diese Worte und denke, dass es vielen Menschen so ergeht.

Liebe Grüße
Barbara

von bruni am 9.2.11

Liebe Anette, gedanklich an einem anderen Ort zu sein, als an dem realen, ist eine komische Geschichte. Sich in der Vergangenheit befinden und doch in der Gegenwart leben, das praktizierte er viele Jahre. Danke für Deine lieben Worte und einen abendlichen Gruß zu Dir

von aNette am 9.2.11 - http://www.magic-colors.eu

Beim lesen des Gedichtes hatte ich dir auch eigentlich einen anderen Menschen gedanklich unterstellt, der dich zu diesen Worten beflügelt hat. Die Bedeutung ist dadurch natürlich eine andere, dennoch sind sicherlich mehrere Interpretationen möglich, auch für mich. Eine schöne, sensible Poesie. lg aNette

von karin am 8.2.11

der Leser weiß nie, welche Gedanken den Dichtenden beflügelten, insofern sind viele Interpretationen möglich…jetzt mit dem neuen Wisssen, lese ich Dein Gedicht wieder anders…., gerade weil es vielschichtig ist, gefällt es mir doppelt gut und ich bin gespannt auf die Leseindrücke Deiner anderen Kommentatoren….

von bruni am 8.2.11

Hallo, liebe Karin, ich dachte an meinen Vater, der seine Heimat zwar nie wieder gesehen hat, aber in seinen Gedanken war sie ständig präsent und er verweilte auch dort. LG am Morgen von Bruni

von karin am 8.2.11

Die äußere Hülle, die vor Ort ist und die sehr oft verbirgt, wie weit weg man sich wünscht….an einen Ort der Geborgenheit, einen Ort der Liebe, einen Ort des Gleichklangs, der Seelenverwandtschaft…es wäre fast das verlorene Paradies….
aus dieser Sehnsucht heraus entstehen auch Deine Gedichte, liebe Bruni,mal mit Wehmut, mal mit Übermut….aber lasse Dir nie den Mut nehmen…
einen lieben Morgengruß Karin

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