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Grauer Tag

Grau wie eine Feldmaus
war der Tag, der
eben verging.

Niemanden gab es,
der an ihm hing.

Kein Hell war zu sehen,
kein Wunder geschehen.

Im Grau begann er und
genau so versank er.

Samstagabend, 19. Febr. 2011


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(c) Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 21.2.11

Liebe Monika, vielleicht kann sich der Mensch selbst nicht leiden? Sonst würde er sich nicht vernichten wollen, oder?
Will er das denn wirklich? Ich glaube, er ist zu dumm, um zu erkennen, daß er es unentwegt tut.
Hier ging es mir aber wirklich nur um einen einzigen grauen Tag ohne jeglichen Sonnenstrahl. Am Mittag war es so grau wie am Morgen und der Abend unterschied sich nur dadurch vom Mittag, daß man genau wußte: Gleich kommt die Nacht und aus dem Grau wird Schwarz. Lieber Gruß an Dich

von skryptoria am 21.2.11 - http://skryptoria.wordpress.com

Hmm ... das liest sich ja trostlos. Kann man nicht schon als kleines Wunder bezeichnen, dass es diesen Tag überhaupt gegeben hat? Ich meine: Kein Lebewesen arbeitet so systematisch an seiner eigenen Vernichtung, wie der Mensch. Eine Maus würde nie auf die Idee kommen, Mausefallen zu bauen.

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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