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Wozu schreiben

Sich am eigenen
Schreiben ergötzen
ist fatal,

weil man darüber
den wahren Grund
des Schreibens
vergißt,

den Grund, an Mauern
und Steinen zu rütteln,
um bewegungslose
Menschen immer wieder
zu schütteln,

sie zum Denken
zu verleiten und
behutsam zu neuen
Gedanken zu leiten

zu Toleranz und
neuer Sicht auf die
dicke wächserne
undurchlässige
Schicht in den
starren Gesichtern
der Masken, hinter
denen sich menschliche
Ängste verbergen


Dienstagabend,13.Dez.2011


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(c) Bruni Kantz

Kommentare

von ahora am 16.12.11 - http://ahora-giocanda.blogspot.com

also hin und wieder ein wenig an den Fassaden der Menschen rütteln finde ich ganz sinnvoll.

von bruni am 15.12.11

Liebe Anna-Lena, nun ist er schon wieder vorbei, Dein freier Tag. Danke für Deinen
tollen Kommentar, an dem ich erkenne, wie gut Du meine Gedanken nachvollzogen hast.
*freu* und einen lieben Gruß zu Dir

von Anna-Lena am 15.12.11 - https://visitenkartemyblog.wordpress.com/

Liebe Bruni,

wenn das eigene Schreiben sowohl das eigene Herz wie auch das von anderen berührt, kann sich ganz viel in Bewegung setzen.

Diese Gedicht empfinde ich als ein Filetstück - Kompliment, du sympathische Poetin.

Liebe Grüße am Vormittag aus meinem freien Tag,
Anna-Lena

von bruni am 14.12.11

Ludwig, sich ergötzen ist etwas anderes, als wenn man sich darüber freut, schreiben zu können und es auch zu tun.
Sich ergötzen bedeutet,so denke ich, eitel auf das eigene Schreiben zu blicken und Eitelkeit vernebelt den notwendigen klaren Blick . Lieber Gruß von Bruni

von mono8no8aware am 14.12.11 - http://mono8no8aware.wordpress.com

ernste gedanken
die einen
wichtigen kern
treffen
aber mich niemals
daran hindern werden
mich am schreiben
zu ergötzen
egal welche
fatalität
da kommen
mag…
herzlich
ludwig

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