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Traumboot

Die Herzen der Menschen
sind träge, so singt es
ein Lied.

Doch sind sie nicht träge,


nur emsig beschäftigt
mit Klopfen und Hämmern,
fortwährend Eilen,
niemals Verweilen

ohne Pausen, immer auf
Achse, unentwegt Pochen,
sich niemals beklagen,
kein einziger Schrei,
sonst wärs mit dem Leben
ja auch schon vorbei.

Nie sind sie träge,
doch manchmal in Not
und suchen im Schilf
ihr tragendes Boot,

da liegt es verborgen,
scheint unbenutzt und
war doch gekentert in
den Weiten der Zeiten.

Nun liegt es schlafend
mit mürben Bohlen, müde
und splitternd wie
menschliche Knochen

Da hebt es ein Traum
aus seiner Not, heilt
Risse mit Tränen,
schaukelt es sacht
bis schlafendes
Traumboot endlich
erwacht.


Freitagmorgen, 9.Dez.2011


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Text u. Foto Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 11.12.11

wie schön, daß Du sie greifen kannst, Ludwig. Nicht jedes Traumboot fliegt am Himmel, es gibt auch welche, die bewegen sich sachte…*lächel*
Die Postkarte hast Du bestimmt schon mal gesehen, ja, ich denke auch, da kommt ein Boot gefahren
LG am Sonntagabend von Bruni

von mono8no8aware am 11.12.11 - http://mono8no8aware.wordpress.com

ach ja, hhhmmm…habe ich diese wunderschöne postkarte nicht schon irgendwo gesehen?
vllt einem traumboot zuwinkend?

von mono8no8aware am 11.12.11 - http://mono8no8aware.wordpress.com

zumeist fliegen traumboote immer zu hoch
doch deine traumbootworte kann ich greifen während sie mich ergreifen…
dir einen schönen adventssonntag!
ludwig

von bruni am 11.12.11

Wer kommt schon ohne jegliche Hilfe zurecht, lieber Helmut… ☺
Liebe Grüße in den sonnigen dritten Adventssonntag von Bruni

von Helmut Maier am 11.12.11 - http://www.maier-lyrik.de/blog

“Da hebt es ein Traum
aus seiner Not” - ja, wenn der Traum nicht ein eitler Traum bleibt, sondern eine Realität einer anderen (besseren?) Welt uns zu Hilfe kommt!

Liebe Grüße
Helmut

von bruni am 10.12.11

das hast Du aber schön ausgedrückt, liebe Anna-Lena. Ich dachte schon, ich müsse eine Erklärung dazuschreiben *lächel* LG von Bruni

Das hat man davon, wenn man immer alles auf später verschiebt und nicht im Jetzt lebt. Werden wir Menschen denn gar nicht schlau?

Nachdenklich Grüße und lieben Dank für diese anregenden Zeilen, liebe Bruni.

Herzlich,
Anna-Lena

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