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In der Nacht

wenn die Nacht erwacht
sich räkelt und streckt,
sehnsuchtsvoll dir
die Arme entgegensteckt,

Himmelsdunkel voller
Gefunkel mit dir
schäkert und lacht,
sind deine Träume
wieder erwacht,

setzen dir zu und
aus unerfindlichen
Gründen an kuriosen
Stellen dann ab,
lassen dich
schmerzvoll stöhnen,

in Eiseskälte unter
deiner flauschigen
Decke aus allen Poren
fürchterlich schwitzen,
auf Brückenpfeilern
und einsamen Inseln
völlig grundlos
jahrelang sitzen,

bis du endlich wieder
erwachst mit der
Hoffnung, das Kribbeln
in deinem Bauch
gehörte dir auch

und nicht dem Typ
aus der Nacht,
der dir nur übelste
Schrecken gebracht


Samstagnacht, 10.Dez.2011


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(c) Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 12.12.11

das bedeutet, lieber Karl, daß Du sehr in Dir selbst ruhst, dass Dich kaum etwas aus dem Gleichgewicht bringt. Also kannst Du in aller Ruhe schlafen. ☺
Lieber Gruß von Bruni

beängstigend, ich kann mich nie an meine Träume erinnern,
lg
karl

von bruni am 11.12.11

es war nur die Beschreibung einer Nacht, in der die Träume beunruhigen und nicht in den siebenten Himmel tragen.
Wachsein in der Nacht erlebe ich selten, aber es ist auch nicht sehr schön. Einen lieben Gruß von Bruni, liebe skriptum

von skriptum/skryptoria am 11.12.11 - http://skriptum.wordpress.com

Das liest sich ziemlich gruselig. Das mit dem Schnappen der Nacht kenne ich. Aber noch bevor ich einschlafen konnte, lässt sie mich schon wieder los. Und dann sitze ich da. Wach. Auch nicht toll.

Hab Du aber bitte ein wirklich tolles drittes Advents-Wochenende!

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