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Hoffnungen

Weihnachten
das Fest der Liebe
und der Geschenke
untereinander
geht vorüber

geöffnete Arme,
die aufnehmen,
annehmen
Mitleiden aussenden,
mit Schmerzen
gerissene Fäden
erkennen

Erwartung, so hoch
wie der Stern
am Firmament
dessen Namen
ich nicht kenn

Vulkane brodeln,
Feuer, die sich
selbst entfachen
züngeln zuckend
um Verstehen herum

geöffnete Arme
hängen
erdwärts herab

sorgsam gehütete
Träume schleichen
gebeugt durch
Asche und Schutt

stelzen durch noch
glühende Schlackenberge,
schütteln die Flügel
bewegen sich wieder

und unverdrossen
erwacht
neues Hoffen


Sonntag, 25.Dez.2011

 

 


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(c) Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 31.12.11

Ja, liebe Astrid, es ist gut, daß die Hoffnung ein so zäher Brocken ist. Sie muß sich ganz schön abmühen, um sich immer wieder freizuschaufeln aus den Bergen von Abfall, die über ihr ausgeschüttet werden. LG von mir zu Dir

von Astrid am 31.12.11 - http://astrid-bergmann.blog.de/

ja die hoffnung stirbt nur mit einem selbst.
solange man aufsteht gibt es hoffnung in jeder beziehung.
lg
astrid

von bruni am 30.12.11

bei mir fliegen Worte auf Papier, sie sind die härtesten Brocken, zu denen ich imstande bin, viele Brocken bleiben einfach, sie setzen sich nicht in Bewegung, Ludwig, und doch ist da diese verrückte Hoffnung, die sich hartnäckig hält. Dir einen lieben Gruß von mir

von bruni am 30.12.11

Liebe Barbara,
Mitleiden setzt Verstehen voraus, das Verstehen ist eigentlich einfach, das Mitleiden kostet viel Kraft. Ich glaube nicht, daß man hier eine Entscheidungsdfreiheit hat, entweder kommt dieses Mitleiden automatisch,oder es fehlt halt. Wenn dem Verstehen und Mitleiden keine Kommunikation folgt, ist es tatsächlich sinnlos, weil Unausgesprochenes nur neuen Frust erzeugt. Dir einen lieben Gruß von mir

von mono8no8aware am 30.12.11 - http://mono8no8aware.wordpress.com

welch eruptionen, gar vulkanisch,
da fliegt mir ja fast um die ohren,
das gestein, wären es nicht worte…
tolles hoffnungsgedicht!
lieber gruß von mir
ludwig

von ahora am 30.12.11 - http://ahora-giocanda.blogspot.com

Mitgefühl, liebe Bruni, Mitgefühl.

Nein ich will nicht mitleiden. Die Zeiten sind vorbei. Was bringt es wenn ich mitleide?

von bruni am 27.12.11

Natürlich hast Du recht, liebe Anna-Lena, aber überall findest Du diese irrwitzigen Erwartungshaltungen u.die Enttäuschung ist vorprogrammiert. LG zu Dir von Bruni

Hingen die Hoffnungen nicht zu hoch, würden manche Arme nicht so enttäuscht herabhängen. Das gute Mittelmaß ist das beste Augenmaß grin

Liebe Grüße
Anna-Lena

von bruni am 27.12.11

Lieber Wolfgang, dachte mir schon, daß Du den Namen des Sterns kennst, hm, hm *lächel*, obwohl ich bei diesem Namen eher an Vitamine gedacht hätte *lach*
Lieber Gruß von mir

von Wolfgang am 27.12.11 - http://waushh2.wordpress.com

Liebe Bruni. Du hast recht. Ist das immer an Weihnachten so? Ist mir noch nie aufgefallen. Übrigens kenne ich den Namen des Sterns, er heißt B612.
LG - Wolfgang

von bruni am 26.12.11

Du hattest vollkommen recht, deshalb war ich wohl auch mit dem Titel nicht recht zufrieden. Habe es gleich geändert!
Danke sehr für die gute Anmerkung.
Lieber Gruß von Bruni

von Helmut Maier am 26.12.11 - http://www.maier-lyrik.de/blog

Ob die Hoffnungen (ich würde diese Pluralform für den Titel vorziehen; ‘Hoffnung’ ist mir zu sehr ein Prinzip verkörpernd) zu Weihnachten nicht oft zu hoch geschraubt sind?

Liebe Grüße
Helmut

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