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Stadt der Wunder

Eine Stadt aus Pappe,
nur Kulisse, Attrappe?

Die Stadt der verblassenden
Träume, verlorener Wünsche
und der Zeit, die man
wegwarf wie Plunder.

Eine Stadt voller Wunder,
die niemand baute,
weil keiner sich traute.

Lächelnde Lichter und
fröhliche Baumgesichter.
Farbige Schirme und
sehr hohe Hüte, die sich
galant vor Feen und Elfen
verneigen.

Gestreifte Schuhe und
Sirenengesänge,
Segelschiffe, die über Felder
schreiten, nachdem
ihre Masten im Sturme
zerbarsten.

Verblassende Wünsche,
die erröten und Träume,
die sich wundern, weil
sie gestärkt erwachen.

Wunderwelten, die für
lebendige Wesen gelten,
Lachen, das in den Lüften
liegt und unentwegt
über Finsteres siegt.

Montagmorgen, 29.Aug.2011


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(c) Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 2.9.11

Ja, liebe Barbara, zu diesem Wortbild gibt es unendlich viele Gedanken. ich bin ja nicht der erste, der solche Gedanken dachte… Was alles sein könnte, wenn und was alles anders ist, als es scheint…
Verwirrende Welten tun sich hier auf.
Einen lieben Gruß von Bruni

von bruni am 2.9.11

Hallo Gaby, Du Vielbeschäftigte! Es ist oft gar nicht so einfach, eine Attrappe von Echtem zu unterscheiden. Man muß schon genau hinsehen und auch hören…
LG von Bruni

von bruni am 2.9.11

Liebe Monika, da hast Du zwischen der vielen Arbeit u.den vielen Gedanken, die Du Dir um die Eröffnung einer eigenen Praxis noch machen mußt, doch noch mal Zeit genommen, in Deinen und andere Blogs hineinzusehen. Das finde ist aber toll.LG und toi, toi, toi! Bruni am Morgen

Attrappen begegnen uns oft im Leben. Schade um Kraft und Zeit, die dafür verwendet werden, wenn das Leben nicht in voller Blüte darin einziehen kann.
Dein Gedicht ist wieder einmal großartig, liebe Bruni!

Liebe Grüße am Morgen,
Anna-Lena

Liebe Grüße am Morgen,
Anna-Lena

Was für ein Gedicht!
In diesem Traum geht es ja toll zu. wink

Liebe Grüße
Barbara

von syntaxia am 31.8.11 - http://webloggia.wordpress.com

Sehr schöne Zeilen, Bruni!

..grüßt dich Monika geschwind

von bruni am 31.8.11

Lieber Karl, schön, daß Du hier warst und diese Wunder gefunden hast. Ich denke, nun wird Dein Blog wieder i.O. sein?! LG von Bruni

von bruni am 31.8.11

Liebert Wolfgang, ich kenne den Film nicht, nur einen Vorfilm habe ich mal gesehen u.die großflächige Fantasie ließ mich grübelnd zurück. Die kurz hintereinander geschaltenten Bilder fand ich in der dsmaligen Zusammensetzung etwas beängstigend. Dann ist es wohl doch nicht so? LG von Bruni

ein wunderbares Gedicht,
liebe Grüße,
Krl

von Wolfgang am 30.8.11 - http://waushh2.wordpress.com

Liebe Bruni. Falls Du diesen Film noch nicht kennst, solltest Du ihn Dir unbedingt mal ansehen:
http://www.parnassus-derfilm.de/
LG - Wolfgang

von bruni am 29.8.11

Lieber Wolfgang, ja, hier, in der Stadt der Wunder, ist alles möglich. Es ist schön, daß Du sie gefunden hast.
Ich höre die Klänge der Drehorgel und sehe Deine Monsieurs vor mir, natürlich auch die Damen, die ihnen zur Seite stehen und die begleitenden Herren verstehen…
Freue mich, daß Du wieder einen Anfang gefunden hast. Lieber Gruß zu Dir

von Wolfgang am 29.8.11 - http://waushh2.wordpress.com

Die Kinder, sie staken auf riesigen Stelzen,
Und Narren, man sieht sie am Boden sich wälzen,
Knallbunte Masken mit grinsenden Fratzen,
toupierte Perücken, poliertblanke Glatzen.

Geschminkte Monsieurs, mit Fliege und Kragen,
die Schirmchen und schillernde Fächer tragen,
und Damen mit Röckchen und Höschen mit Spitzen,
die Seiltänze machen, auf Hochrädern sitzen.

Nun, ist es real oder doch nur ein Traum?
Es ist ganz egal, und es kümmert uns kaum.
Sieh hin und schau zu, wie die Welt tanzt und springt.
Und horch, wie die Drehorgel klingt.

Wundervoll, liebe Bruni, wundervoll.

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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