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Kinderarbeit

Keine Zeit für Liebe,
schnelle Hiebe,
harte Schläge.

Arbeit im Feld,
schwere Lasten,
für kurze Zeit selten
zur Schule hasten.

Kindheit vor 40 Jahren
und niemals von
Liebe erfahren.

Lesen und Schreiben
mehr schlecht als recht.
Keinerlei Zeugnisse,
Abschluss unmöglich.

Später dann, fremd
im Land, endlich zur
schlimmen Kindheit
bekannt.

Es kam auch
die Liebe und es
verschwammen
die Hiebe!

Donnerstag, 5.August 2011

Kindheit an der syrischen Grenze.

Erschütternd
war das Gespräch mit einer
sehr liebenswerten Familie


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(c) Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 7.8.11

Liebe Karin, SIE hat erst durch die eigenen Kinder Lesen und Schreiben gelernt! Sie wird demnächst ihren Schulabschluß nachholen. Ich bin davon überzeugt, daß es nicht nur bei einem bleibt! Eine tolle Person. LG

von bruni am 7.8.11

Schlimm war und ist es, wenn Kinder nicht mal zur Schule können, nicht dürfen, weil die Arbeit vorgeht und dazu auch noch Prügel beziehen, wenn sie lieber zur Schule gehen. 46 ist er heute und leidet heute noch bei der Erinnerung. Seiner Frau ging es genau so. LG von Bruni

von karin am 6.8.11

selbst in Europa ist das heute noch in vielen Teilen so; wir verdrängen nur leicht und dann kann man nicht verstehen, wieso viele unserer Kinder sich weigern, zu lernen…..sie haben alle Möglichkeiten und nutzen sie nicht aus. Deine syrische Familie müßte man in Schulen zum Erzählen einladen…ich glaube, daß wäre sehr hilfreich. Diese Herzensbildung und Würde trotz des schweren Schicksals, das ist bewundernswert.

von skryptoria am 6.8.11 - http://skryptoria.wordpress.com

Du schreibst “vor 40 Jahren”. Das war schlimm. Ebenso schlimm finde ich es allerdings, dass das auch heutzutage für viele Kinder Alltag ist. Grausam, sowas!

von bruni am 6.8.11

Liebe Barbara, es ist eine tolle Familie mit drei Töchtern. Die Eltern sind so aktiv und fit, hilfsbereit und meine 91jährige Tante könnte ohne sie lange nicht so gut leben. Außerdem sind sie offen und erzählen, wie es wirklich war und auch noch ist. Sie verschweigen es nicht und klingen nur ein wenig wehmütig. LG an Dich von mir

ergreifend, Dein Gedicht.
Wir hören es, lesen es, bekommen es erzählt, wie Du in Deiner Story, aber helfen? Helfen können wir nicht. Wir müssen zuschauen. Der Erzähler oder die Erzählerin ist aber doch ein wenig geholfen, wenn wir zuhören. Sein/Ihr Leid muss sie immer wieder einmal aus sich heraus lassen.

Liebe Grüße
Barbara

von bruni am 5.8.11

Lieber Ludwig, unsere Väter (meiner kam ja auch von der damaligen tschechischen Grenze)konnten aber wenigstens die Schule besuchen.
Das, was der Bekannte erzählte und dann auch seine Frau, klang fürchterlich und ich wundere mich sehr darüber, was aus diesen Menschen trotzdem noch werden konnte. Sie haben eine so große Herzensbildung, daß ich es kaum glauben konnte. Mit den Kindern erst lesen und schreiben gelernt, unfassbar für uns.
Lieber Gruß von mir

von mono8no8aware am 5.8.11 - http://mono8no8aware.wordpress.com

leider nicht nur an der syrischen grenze, liebe poetin ...
meinem vater ging es auch so, vor 90 jahren an der tschechischen grenze ...
nachdenkliche grüße
vom ludwig

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