August in der Provence
Glühende Hitze und
sengende Sonne,
befreiendes Lachen
in der Mitte der Nacht.
Da wurde dem Lande
der Wind gebracht.
Erst dachten alle,
er wolle nur necken,
leichtes Frösteln nach
dem Sonnenbad wecken.
Doch er machte Ernst,
jagte den Sommer
durch sehr alte Gassen
und bekam ihn in
der Enge leider zu fassen.
Johlend hob er die Röcke,
griff ohne Scheu
in verlockende Haare und
zerzauste die Pracht,
pfiff durch fallende Blätter
und flüsterte heiser
seine Herbstgedanken
in die süßesten Nacken.
Mittwochmorgen, 8.Sept. 2010
(c) Bruni Kantz
Kommentare
Liebe Anette, wie schön, daß Du wieder da bist. Ja, man bemerkte ihn auch dort. Urplötzlich war er da, der Herbst. Die Nächte, die vorher milde waren, wurden kalt und am Abend konnte man kaum noch draußen sitzen, es sei denn, man hatte seine warme Stickjacke endlich ausgepackt. LG zu Dir
Liebe Karin, er war noch nicht ganz so stark, wie ich ihn früher schon erlebt habe.
Dann ließ er auch wieder nach, machte eine Pause. Wahrscheinlich hatte er irgendwo noch eine stärkende Pille vergessen ☺
Ach, ist es in der Provence auch schon herbstlich? Wieder genial, wie du das in Worte gefasst hast. Man kann es sich richtig vorstellen. Bin mit dem Wind regelrecht durch die Gassen geflogen
lg aNette
der Mistral….Segen und Fluch zugleich..die meisten Provencalen hassen ihn, ob seines heulenden Dauertones, der an den Nerven zehrt… aber Dein Wind, liebe Bruni, ist noch sehr zärtlich, spielerisch..die Erlösung von der Gluthitze…
und Dein Foto weckt Sehnsüchte…
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