Vertrauen
Die Wärme deiner Hand
erreicht meine Haut.
Bisher fröstelte ich,
auch wenn Sonne schien.
Wärmender Halt fehlte mir.
Zitternd zog ich mich
in ein Nest mit flauschigen
Federn zurück,
denn ich war
nackt und bloß,
barfuß und ohne Hülle.
Die Fülle des Lebens
ängstigte mich.
Ich war anders
und ohne Schutz.
Gaffer sah ich, Wesen,
die mich nicht begriffen.
Offene Münder,
ungläubige Blicke.
Anders zu sein
ist keine Brücke.
Doch deine Hand
erreicht meine Haut
und wird mir vertraut.
Freitagabend, 26. Nov. 2010
Kommentare
Hallo, liebe Barbara, Du bist also tatsächlich wieder zurück und mitten im Schnee gelandet ... Ein Gedicht, das mir sehr am Herzen liegt.
Liebe Bruni, das ist ein ganz tolles Gedicht. Ich las es gerade zweimal.
Liebe Grüße
Barbara
Nicht nur dem Vertrauten kann man mitunter vertrauen, lieber Jorge.
Lasse mir das Igelchen. LG von Bruni
Guten Morgen, lieber Karl, ohne Vertrauen haben zu können, bleibt man einsam ... LG
Bruni - das ist ein gutes Gedicht!
Ich habe das Bild erst gesehen,
nachdem ich das Gedicht gelesen hatte.
Lass das Bild weg, Bruni!
Es führt auf eine falsche Fährte.
Oder zumindest schränkt es ein.
Man - ist das Gedicht gut!
Es ist das Beste, was ich bisher
von Dir gelesen habe.
Besonders stark:
Doch deine Hand
erreicht meine Haut
und wird mir vertraut
Eine Bemerkung, in aller Offenheit
und ohne neckisches Augenzwinkern:
Du wirst mir vertrauter, Bruni.
Jorge D.R.
sehr schöne Worte,
lg
Karl
Liebe Anna-Lena, Du hast recht, überall gibt es die Schutzbedürftigen, die Hilfe brauchen. Wir dürfen sie nicht übersehen.
Lieber Gruß von mir
Liebe Anette, ja, das kleine Igelchen ist allerliebst und die Hand, die es hält, ist weich und sehr vorsichtig.
Unser kleines EnkelIgelchen war heute da und hat uns ganz schön auf Trab gehalten.
Lieber Gruß von Bruni
Liebe Karin, es erfordert große Geduld und eine große Portion Liebe, immer wieder Vertrauen aufzubauen und nicht nachzulassen, wenn es zu schwierig erscheint ... LG von Bruni
Es gibt so vieles, was unseren Schutz, unsere helfende Hand und unsere Fürsorge braucht.
Halten wir die Augen offen und seien da, wenn uns jemand braucht.
Sehr schöne Zeilen, die den Advent auch als unsere Bitte an Gott - uns zu leiten und zu beschützen - beginnen lassen.
Hab einen beschaulichen 1. Advent und sei lieb gegrüßt, liebe Bruni.
Herzlich
Anna-Lena
Ach, der Igel ist total süß. Passend zum Gedicht. Bei deinen Worten denke ich auf jeden Fall an ein kleines Kind, ein Baby. Da fallen mir zuerst meine Enkel ein. Es passt sooo gut: Doch deine Hand erreicht meine Haut und wird mir vertraut. Meisterhaft, wie du deine Worte setzt.
Ansonsten bin ich z.Zt. sehr beschäftigt. Aber ich habe dich nicht vergessen. Antwort auf E-Mail demnächst. Ich wünsche dir einen schönen 1. Adventssonntag, lg aNette
zu schutzbedürftigen Wesen….seien es Menschen, seien es Tiere Vertrauen aufzubauen….welch wunderbare Aufgabe und welches Glück,wenn es gelingt.
Berührende Worte sind Dir dazu gelungen…mal eine ganz andere Einstimmung in den Advent.
Ich wünsche Dir heute Nacht schöpferische Träume…so viel wie das kleine Igelkind Stacheln hat.
Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!