Startseite | Kontakt | Impressum

Fetzen von Sätzen

Zwischen einzelnen Worten
Fetzen von Sätzen,

Farbenfrohe Wortepracht,
wenn schon am Morgen
der Himmel lacht.

Sonnenwarm sind
des Sommers Worte.

Frohes Gewimmel
am Wortehimmel,
zärtliche Worte
in Himmelblau,

doch auch von Grau
wenn ich in die kommende
Dämmerung schau.

Grünliche, braunrote
Worte von herbstlicher
Sorte um mich herum,

die kecker Wind
durch die Lüfte trägt
und in finstere Winkel
und Ecken legt.

Eisige Worte zur
Winterzeit, wenn
Wärme und Frühling
noch allzu weit.

Wie züngelnde Flammen
können Worte verdammen.

Doch bei einzelnen Zeilen
möcht ich verweilen.

Fetzen von Sätzen
trägt der Wind durch
die Lüfte.
Wispern und Flüstern
um mich herum.

Ich höre, wie Worte leben.
Sie lassen mich beben
und emsig an neuen
Gedichten weben.

Sonntagabend, 7. Nov.2010


image
(c) Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 12.11.10

Es macht sehr viel Freude, wenn man erkennt, daß man aus Wortfetzen oder Schlagzeilen etwas Neues, vielleicht auch leicht Verrücktes “zaubern” konnte.
LG von Bruni

von ahora am 11.11.10 - http://ahora-giocanda.blogspot.com

das kann ich mir vorstellen, Dir reichen schon ein paar Wortfetzen aus, und schon zauberst Du Gedichte grin.

von bruni am 9.11.10

Liebe Gaby, Deine Worte erfreuen mich, denn ich bin gerne bunt und farbenfroh, auch wenn man es mir nicht immer ansieht ☺
LG zur Nachteule!

Liebste Bruni,
du brauchst keine jahreszeit für Worte und Sätze. Bei dir ist es das ganze Jahr über bunt und wortreich - eben ein Wortbehagen grin.

Mit lieben Grüßen
Anna-lena

von karin am 9.11.10

Liebe Bruni, ich mag Spinnen, noch mehr seit dem zauberhaften Kinderbuch “Wilbur und Charlotte”, wo eine Hausspinne einem Schweinchen das Leben rettet. Wir haben hier oben auf dem Dach an den Hausecken jedes Jahr wunderschöne Spinnennetze und Punkt 19.30 Uhr ließen sie sich aus der Dachritze herab und schmückten es zusätzlich und auch um ihren Hunger zu stillen, Reparaturarbeiten vorzunehmen und wenn dann auch noch Regen- oder Tautropfen darin glitzerten…schöööön
spinnen, weben…..es sind so viele Assoziationen damit verbunden….unsere Sprache ist wundervoll….und Du hast ein Leporello gefaltet…..
einen lieben Gruß von mir…..ich spinne auch ab und an -:))) aber in anderem Sinn!

von bruni am 9.11.10

Liebe Monika, ja, es ist uns ein Bedürfnis, Dir und mir, den immer wieder neuen Worten eine Heimat zu geben, einen Platz, wo sie sich wohlfühlen und sich am richtigen Ort fühlen. LG von Bruni

von bruni am 8.11.10

Nun bin ich also eine Spinne geworden, die webt. Liebe Karin, Athene hat mich also zum Weben bis an mein Lebensende “verdammt”. Ich sage dazu ganz locker: Es gibt Schlimmeres! Ich kannte die Geschichte von Athene und Arachne noch nicht. Danke, daß Du sie mir gezeigt hast. Lieber Gruß von Bruni

von bruni am 8.11.10

Liebe Anette, ich finde es so schön, daß jemand schreibt, daß ihm ohne meine “Gedichte” etwas fehlen würde. Es motiviert und Motivation ist dem Dichter Lebenselixier.
Liebe Grüße an Dich

von karin am 8.11.10

aus Wort- und Silbenfetzen entstehen zarte, zerbrechliche, deftige,lustige, nachdenkliche, weiche, sanfte Wortgespinste…die Du uns in so wundersamer Weise webst….. eine Arachne…die Gedichte spinnt….
verzaubere uns weiter, liebe Bruni…

von syntaxia am 8.11.10 - http://webloggia.wordpress.com

So herzlich geschrieben, Bruni!
Dann wünsche ich dir ganz viel von jenem Beben, dass dich weiter weben lässt! wink

..grüßt dich Monika

von aNette am 8.11.10 - http://www.magic-colors.eu

Deine letzten Worte trösten mich sehr, dass du emsig an neuen Gedichten webst, ansonsten würde mir etwas Wichtiges und Liebgewonnenes fehlen. Deine Worte sind eher keck, die der Wind durch die Lüfte trägt. Mir gefällt das ungemein grin lg aNette

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



image image image image