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Seele verrecke

Seele erzähle.
wie ich dich quäle,

schwer mit
Sorge bedecke,
in engen Winkeln
verstecke

und wütend schreie:
Seele verrecke.

Du verkümmertest
mir in den Armen,
flehtest noch kurz
um Erbarmen.

Ich schenkte dir
nur einen drohenden
Blick und du
zogst dich
endgültig zurück.

Härte zog ein.
Ohne Seele
war ich allein,
elend, ein armes
Schwein.

So wollte ich sein?

Sonntagnachmittag,
30. Mai 2010

Nur eine Überlegung,
wie es ohne Seele wäre.




Kommentare

von bruni am 30.5.10

Angst fressen Seele auf - auch das ging mir im Kopf herum. Nur keine Angst, ich lebe mit Seele ganz gut, obwohl man sie mir auch schon “aufs Brot schmierte” und mir Informationen aus diesem Grund vorenthielt, die für mich sehr wichtig gewesen wären. Ich hatte zu viel Seele und wurde bestraft. Es tut bis heute weh und ich verstehe es immer noch nicht. Liebe Gaby, schlaf Du auch gut und träum was Schönes.

Sehr drastisch, liebe Bruni. Ich denke, wenn die Seele nicht mehr kann, bricht über kurz oder lang auch der Körper zusammen und das wäre der sichere Tod.
Hegen und pflegen wir sie, sowohl die Seele als auch den Körper.

Liebe grüße und eine gute Nacht,
anna-Lena

von bruni am 30.5.10

Die einige Möglichkeit, Seele zu haben, Seele zu leben und sich gleichzeitig nicht zu sehr verletzen zu lassen, ist tatsächlich, sie gut zu schützen Sie zu akzeptieren, als Teil des eigenen Wesens, aber sie gleichzeitig auch wie einen Schatz zu hüten, sonst werden wir Stein, alles prallt ab, Empfindungen finden nicht mehr statt. Es wäre unmenschlich und steinerne Menschen, die gibt es schon genug.
Lieber Gruß an Dich, liebe Karin

von bruni am 30.5.10

Liebe Monika, ja, so sollte es rüberkommen, dieses Gedicht, welches über einige Tage hinweg entstanden ist. Die Seele ist so schrecklich verletztlich, wie Du weißt, und da kann man schon mal überlegen, wie es wäre, wenn wir gar keine hätten. Heftigkeit mußte hinein, um es krachen zu lassen.
Wir haben in unserer Sprache das Deftige und das Zarte. Manchmal muß man sich des Deftigen bedienen ...
LG an Dich

von karin am 30.5.10

manchmal muß man eine Schutzmauer um seine Seele ziehen, sie bewahren vor zu vielen Zumutungen, aber wenn sie ganz in uns stirbt…das wäre schrecklich….meist ist es nur so, daß wir, wenn wir die Mauer öffnen, sofort wieder jemand da ist, der uns mit neuen Verletzungen in Versuchung bringt,mit einem neuen Stein die Öffnung schnell wieder zu verschließen…..
unsere Seele wird immer sehnsüchtig darauf warten, sich entfalten zu können… wir müssen uns und ihr Mut zu-sprechen….
ich weiß: leichter gesagt als getan…..
und sich den Frust mal von der Seele zu dichten…..das hilft schon….
Liebe Bruni, zeige ihr den neuen grünen Hausbewohner -:))))Gute Nacht

von syntaxia am 30.5.10 - http://webloggia.wordpress.com

Puh, heftig!!

Wir gehen sicher nicht immer pfleglich mit unserer Seele um, aber ohne sein? das geht irgendwie gar nicht. Ich denke auch, sie kann viel wegstecken und sich bei zuviel Leid auch schützen, indem sie sich zurückzieht.

..grüßt dich Monika herzlich

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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