Das Böse
kommt nicht aus der Hölle,
liegt nicht in der Luft,
das Böse hat einen
ganz eigenen Duft.
Misstrauen ist die Hölle.
Auch kleinste Reste werden
in Glut noch geschmort.
Höllisch brennt Ehrgeiz,
wie Zunder der Geiz.
Eisige Feuer lodern.
Hoch ist der Preis.
Die Teufel in dir toben.
Sie boxen und zwicken,
springen dir ins Kreuz.
Kaputt ist dein Rücken.
Stocksteif stehst du,
höllisch die Schmerzen.
Ihr Teufel, gebt Ruh.
Der eigenen Hölle
entkommen ist schwer,
Der Kopf ist heiß
und er fühlt sich leer.
Die Hölle des Nachbarn
ist anderer Art.
Teuflisch, die Dummheit,
an der nicht gespart.
Bösartiges lauert
hinter glatten Gesichtern.
Verlogen, verbogen,
eiskalt entstellt.
Höllische Kreaturen
beherrschen die Welt.
Samstagnacht, 6. März 2010
(c) Bruni Kantz
Kommentare
Hallo, Anna-Lena, manche Gedanken lösen sich auch nicht auf! Sie verfestigen sich und bewwegen sich in alle Richtungen. Sie möchten vergiften und tun es auch.
Böses gibt es direkt neben dem Guten. Niemand sollte von sich behaupten, er hätte nur Sanftheit in sich. Auch Opferlämmer schlagen um sich und können mit ihren kleinen Hufen eklige Verletzungen zufügen.
Gute Nacht, schlaf gut und träume bitte nicht vom Klimawandel und ähnlich schrecklichen Geschichten.
Denke an die Dackelchen und lächle.
Nichts ist uns fremd, liebe Bruni. Die Gedanken sind frei und strömen in alle Himmelsrichtungen, erfassen alle Erdspalten und bleiben dann einfach irgendwo hängen, bis sie sich wie der Morgenneben auflösen.
Liebe Grüße in die Nacht,
Anna-Lena
Liebe Barbara,
ich habe dieses Böse, über das ich hier schreibe, nicht selbst erlebt. Ich philosophiere darüber, mache mir Gedanken zu den Dingen, die ich täglich lese, sehe, erfahre und erkenne.
Liebe schon fast nächtliche Grüße von Bruni
Liebe Bruni, wenn ich das lese, muss ich mich zwingen, nicht zu denken, dass Du so etwas erlebt, sondern nur ein Gedicht über das Böse geschrieben hast.
Ich grüße Dich
herzlich
Barbara
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