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Altern

Altern

Knochen, die knacken
und zusammensacken.
Krumm der ehemals
gerade Rücken.

Es zwicken und pieken
die kranken Stellen,
überall Schmerzen,
sie kommen in Wellen.

Liebenswertes Faltengesicht,
in deinen Fingern
sitzt lang schon die Gicht.

Darm und Magen sagen,
daß sie nur noch schonende
Kost vertragen.

Ersatzteile im Mund
und Glas auf der Nase.
Ach, in der Wiese,
das ist nur ein Hase!

Wie ein Luchs konntest
du hören,
mit leisem Lachen
die Liebste betören.

Nun gehst du am Stock,
das Alter ein Schock.
Du fühlst den Zerfall,
doch nicht überall,

denn dein Kopf ist jung
und noch auf dem Sprung.

Montagabend, 29. März 2010




Kommentare

von bruni am 31.3.10

Liebe Barbara, innen bleiben wir jung oder werden schon in der Jugend alt und sind vergreist ein Leben lang.
Du hast genau erkannt, auf was es mir ankam und was ich damit ausdrücken wollte.
Liebe Grüße von Bruni

von ahora am 31.3.10 - http://ahora-giocanda.blogspot.com

Es ist erstaunlich, dass wir, genau wie Du es beschreibst, das Alter immer wieder vergessen. Trotz knackender Knochen sind wir im Inneren jung geblieben.
Man sagt ja, dass das, was uns ausmacht alterslos ist.

Liebe Grüße
Barbara

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