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In den Händen

sitzt der Schmerz.

Schmerzende Finger,
dumme Dinger.
Rebellen, die Gift
schlecht vertragen.

Fingerkuppen, die weinen,
sich im Schmerz vereinen.
Zarte menschliche Glieder,
Chemie drückt sie nieder.

Hände, die im heilenden
Bade tauchen und doch
nur Helles und Sonne
brauchen.

Voll Mühe stärken
pflegende Säfte
nachlassende Kräfte.

Therapie,
die medizinische
Abgründe zeigt
und in finsterer Stille
zum Schlimmen schweigt.

Freitagabend, 18. Juni 2010

Für meine kranke Freundin,
die täglich mit den qualvollen
Nebenwirkungen
ihrer Chemotherapie kämpft.




Kommentare

von bruni am 20.6.10

Liebe Barbara, leider gibt es Fälle, da schwindet die Hoffnung, weil die Nebenwirkungen der Chemo so schrecklich sind. Lieber Gruß zu Dir

von bruni am 20.6.10

Wir hängen alle am Leben, lieber Helmut, deshalb tun wir uns diese Qualen an. Es ist aber oft kaum zu ertragen, einen starken Menschen immer schwächer werden zu sehen. Das habe ich erlebt. Nun erlebe ich neu, wie jemand täglich starke Schmerzen leidet. Hier ist aber GottseiDank absehbar, daß echte Heilung in Sicht ist!
Liebe Grüße von Bruni

von bruni am 20.6.10

Liebe Gaby, es ist schlimm, daß es nur durch Gift gelingt, Gift in den Griff zu bekommen. Es macht mich wütend, so ganz tief innerlich. LG zu Dir

von ahora am 20.6.10 - http://ahora-giocanda.blogspot.com

Chemotherapie - Hoffnungsträger in Schwarz.
Die Worte von Helmut sagen alles aus.

Es ist schlimm, diesen Qualen von Freunden und Verwandten zusehen zu müssen.

Liebe Grüße
Barbara

von Helmut Maier am 19.6.10 - http://www.maier-lyrik.de/blog

Schrecklich, wenn Leben nur noch so möglich ist - und wenn nur zeitweise. Aber doch ist es Leben. Und wer will das schon ohne weiteres aufgeben?

Liebe Grüße
Helmut

Wenn es denn zur Heilung kommt, ist das oft der einzige Weg. Es müssen Höllenqualen sein, das weiß ich von einem Freund, der auch gerade eine Chemotherapie durchläuft.

Alles Liebe für deine kranke Freundin!
Lieben Gruß zu dir.

von bruni am 19.6.10

Es ist grausam, daß eine Heilung nur auf diesem Wege erfolgen kann. LG zu Dir, Liebe Monika

von syntaxia am 19.6.10 - http://webloggia.wordpress.com

Och je, die Chemo tötet eben alles sich Erneuernde. Letztes Jahr hatte ich selbst Angst davor eine Chemo haben zu müssen. Sie ist ein Hoffnungsträger in Tiefschwarz.
..grüßt Monika mitfühlend

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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