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Unwetter

Brütende Hitze,
Schwüle und Blitze.

Stampfende Hufe
der Himmelsrösser.
Gewaltig grollt Donner,
bleich vor Schrecken
Angst entsteht.

Dumpf brüllend eine Horde
von Wolken, pfeifender
Wind durch Schwarzes fegt.

Fetzen von Regen, in denen
sich Menschen bewegen,
Peitschen und Knallen,
Schüsse, die in den
Lüften hallen.

Von dunkler Gestalt
die Wettergewalt.
Brausen und Toben,
noch ist der Himmel oben,
doch es dreht sich die Welt,
ihr Gesicht ist entstellt.

Olivia droht, reißt an
Dächern und Zäunen,
bricht in die Keller,
kennt kein Erbarmen.

Entfesselt und rasend
wahnsinnige Wut,
heimtückige Tatze,
die Schlimmes tut.

Freitagnacht, 17. Juli 2010




Kommentare

von bruni am 20.7.10

Ja,das stimmt, wir erleben eine Katastrophe nach der anderen. Manche sind etwas weiter von uns entfernt, berühren uns nicht so sehr wegen der Entfernung, aber andere gehen uns unter die Haut. DIESES gewittrige Unwetter (blödes Wort) haben wir hinter uns. LG zu Dir, liebe Gaby

man spürt sie förmlich, die katastrophe in diesem katastrophenjahr. trotz hitze und schwüle bin ich froh, nur am entfernten rand gestanden zu haben.
herzlich in die nacht,
anna-lena

von bruni am 18.7.10

Wir waren hier auch nur am Rande des Unheils und das war gut so. Lieber Gruß in den Sonntagabend zu Dir, liebe Barbara.

von ahora am 18.7.10 - http://ahora-giocanda.blogspot.com

Liebe Bruni, eindrücklich geschrieben und wahrscheinlich genau so eindrücklich erlebt.
Wir sind bis jetzt noch gut weg gekommen - etwas Regen und kaum Gewitter. Dagegen 20 km weiter, in Schwabing soll es fürchterlich gekracht haben.
Ganz liebe Grüße
Barbara

von bruni am 18.7.10

Liebe Monika,
meine Oma hatte schreckliche Angst vor Gewittern. An einen solchen Spruch kann ich mich zwar nicht erinnern, nur noch, daß sie zitterte und im Arm gehalten werden mußte.

von syntaxia am 18.7.10 - http://webloggia.wordpress.com

Uff, ja das hast du eindrücklich geschildert, liebe Bruni!
Ich habe immer etwas Angst vor Gewittern, wie skryptoria auch schreibt.
Es ist eine solche macht, der du dich nicht entziehen kannst.
Und immer habe ich den alten Spruch meiner Oma im Kopf dabei:
Den Schlafenden lässt’s schlafen,
den Fressenden schlägt’s tot!
Ist das gruselig?!

Liebe Sonntagsgrüße ohne Gewittergefahr!
..schickt dir Monika

von bruni am 18.7.10

ich fuhr über die Autobahn, scheinbar in ein Gewitter hinein, ein Windstoß, der flach über die Autobahn fegte, alle Autos nach links drückte, Blätter flogen in Massen und dann war es vorbei - an dieser Stelle. Glück gehabt. Aber ich habe die Ohnmacht gespürt ...
Lieber Gruß an Dich liebe syntaxia

von skryptoria am 18.7.10 - http://skryptoria.wordpress.com

Huaaa! Wenn ich nicht sowieso schon Schiss vor Gewitter haben würde ... jetzt wäre es soweit.

Sehr eindrucksvoll beschrieben!

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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