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Schnee im Januar

Ein neues Jahr,
ein neuer Januar.

Noch liegt kein Schnee
auf den Wegen,
doch spüre ich
einen besonderen
Duft in der eisigen Luft.

Ein Versprechen,
welches nach Damals klingt
und mir vom Winter
meiner Kindheit singt.

Eisige Blüten
bedeckten die Scheiben
im Haus.
Ich wagte mich
kaum aus den Federn
heraus.

Nicht mal Schneeflocken
konnten mich locken.

Dann kam strahlend
die Sonne
und lachte mich aus.

Ich hüpfte recht hoch
und rannte hinaus.

Freitagabend, 1. Januar 2010




Kommentare

von bruni kantz am 5.1.10

Du hast ihn gefunden, den Schnee im Januar. Die Fotos dazu sind bei Dir zu sehen! Ich wünsche mir aber ein Foto mit Eisblumenfenstern. Muß ich dazu nach Sibirien fahren? wortbehagen muckt noch ein wenig herum, aber nicht mehr lange, das garantiere ich Dir ... dann funktioniert es wieder.
LG von Bruni

Mit diesen wunderbaren Zeilen, liebe bruni, kommen auch bei mir Kindheitserinnerungen hoch.
Es ist wunderschön idyllisch und ich könnte den ganzen Tag durch den knirschenden Schnee stapfen - rein theoretish - denn die Pflicht ruft ja wieder.

Liebe Grüße zu dir,
Anna-Lena

von bruni kantz am 3.1.10

Lieber Helmut, ich sah aus dem Fenster und plötzlich dachte ich an die Winter meiner Kindheit. Es waren schöne, echte, kalte Winter, richtige Bilderbuchwinter. Die Kälte, die ich in Erinnerung habe, war aber gar nicht gut. Ich friere, wenn ich nur daran denke.
LG an Dich

von Helmut Maier am 3.1.10 - http://www.maier-lyrik.de/blog

Ja, da hast Du uns vergangene Freuden und doch auch Unannehmlichkeiten wieder nahe gebracht und die Trauer bleibt, dass nicht alles Schönes miteinander vereinbar ist.

Liebe Grüße
Helmut

von bruni kantz am 3.1.10

du hast recht, liebe Barbara, sie sind verschwunden. Es scheint sie nicht mehr zu geben. Schön anzusehen waren sie, das stimmt, aber ihnen fehlte das wärmende Herz. LG sende ich Dir

Wann habe ich das letzte Mal Eisblumen gesehen?
Deine Worte reichen aus, mich an sie zu erinnern.Wir haben immer Löcher in diese zauberhaften landschaften gehaucht.
Liebe Grüße
Barbara

von bruni kantz am 2.1.10

Liebe karin, danke für die lieben Worte von Dir. Das Kribbeln in den ingerspitzen, das kenne ich auch. Das war schlimm. Die Wollsachen wurden klamm angezogen, weil sie über Nacht nicht wirklich trocken wurden. Außerdem war mein Anorak zu klein und der Lodenmantel war nicht so ganz das richtige zum Skifahren ...

Wir werden 2010 mutig angehen und es wird gut werden!
LG von Bruni

von karin am 2.1.10

Dein Gedicht hat wehmütig und froh gemacht….das längst Vergangene hervorgeholt und aber auch die Freude auf das Hier und Jetzt geweckt…...
entbieten wir dem Jahr 2010 ein herzliches Willkommen, beschneiden wir ihm nicht gleich mit negativem Denken die Flügel…....
in diesem Sinne wünsche ich Dir ein wunderbares neues Jahr mit mindestens 365 Musenküssen, die Du aber bitte an uns weiterreichen mögest…wir sind derer sehr bedürftig…..
ganz liebe Grüße von Deiner Karin

mußte den Text auf zweimal absenden, es waren zu viele Zeichen…-:)))

von karin am 2.1.10

Liebe Bruni…...
die eisblumenverzierten Fenster…bei uns waren es sogar die Schlafzimmerwände… dieser Zauber ist heute kaum noch zu erleben in den zentralgeheizten Wohnungen und Häusern… ein Loch hinein zu hauchen…es war aufregend…und die Betten wurden vorgewärmt´mit einer kupfernen Wärmflasche….und nach dem langen Schulweg mit dünnen Hosen, dünnen Stiefelchen, kamen die Füße zu Hause in die warme Backröhre , die Hände wurden an heiß eingebrocktem Brot mit Malzkaffeemilch aufgetaut…und was liefen die Tränchen, weil es so weh tat, das Kribbeln in den Füßen und den Händen….. und der viele Schnee in den bitterkalten Kriegswintern im Harz….ich habe ihn immer geliebt…Deinen “Silberstaub”.....
liebe ihn noch heute…..

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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