Startseite | Kontakt | Impressum

Menschenleben

Tote Menschen,
Gier nach Macht,

an andrer Stelle
wird gelacht,
geschunkelt,
dass die Schwarte
kracht.

Die Erde bebt,
das Wasser hebt sich,
Häuser bröckeln.
An andrer Stelle
Narren stöckeln.

Trauer, Freude,
Leben, Tod.
Nach Feiern Frust
und Alltagskram.

Versteckte Armut,
große Scham.
Verschwiegenheit
statt Hilfeschrei.

Nichts davon
sei einerlei.

Lebe, liebe,
öffne dich,
bring Probleme
auf den Tisch,
kehr nicht darunter,
beug dich nicht.

Denke, lenke,
sei lebendig,
bleibe Mensch
und sei es ständig.

Rosenmontag, 15. Febr. 2010




Kommentare

von bruni kantz am 17.2.10

Hallo Michael, die beiden Seiten der Medaille; eine hell, die andre dunkel.
Alles ist Leben und es ist nicht immer einfach.

von Michael am 17.2.10 - http://weilwirunslieben.wordpress.com

Liebe Bruni,

das sind ja ziemlich nachdenkliche Zeilen gewesen am Rosenmontag. Wie Du ja bereits registriert hast, war ich an den tollen Tagen in einer ähnlichen Stimmung. Ich sehe es ähnlich wie Du. Das Leben ist bunt, neben den hellen Seiten hat es auch seine dunklen. Und alle gehören irgendwie zusammen und greifen ineinander.

LG Michael

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



image image image image