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Hinter Masken

Masken und Larven,
Fratzen mit Schlitzen.

Prächtige Gewänder,
die den Alltag verdecken.

Kreischen und Lachen,
lustige Sachen.

Auch boshaft sind sie,
hexische Drachen.

Reiten auf Besen,
kneifen mit Scheren,
pieken Kinder, wollen
Frauen verhauen.

Alt ist das Holz,
frisch aufgetragen der Lack,

im dauernden Alltag,
ist er lange schon ab.

Hinter Masken verborgen
und gut versteckt
keimte Gefährdung
und menschlicher Frust.

Im närrischen Treiben,
da tobt er sich aus,
greift nach dem Leben
und läßt es heraus.

Samstagmorgen, 6. Febr. 2010


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(c) Bruni Kantz

Kommentare

von bruni kantz am 8.2.10

Nun bin ich neugierig geworden und habe ein wenig nachgelesen bei Dir. Du kommst aus einer schönen Gegend und hast einen wundervollen Beruf. LGvon Bruni

von syntaxia am 7.2.10 - http://webloggia.wordpress.com

Liebe Bruni,
geboren wurde ich in der Nähe von Freiburg im Breisgau, dann war ich 38 Jahre in NRW und trug immer die Sehnsucht nach dem Schwarzwald in mir. Dann brauchte ich Arbeit und fand sie zunächst in Sindelfingen und dann in Baiersbronn. So komme ich also wieder in den Schwarzwald zurück.
Mit dem bunten (Karnevals-)Treiben habe ich es nicht, da ist es eigentlich egal in welchen Kostümen.. wink

..grüßt dich syntaxia

von bruni kantz am 7.2.10

Liebe Anna-Lena, mir geht es wie Dir, ich kann nicht mit herumtoben, nur weil gerade Faschingszeit ist. Ich bin da so “muffelig” wie Du. Nur in Basel, da fand ich Zugang. Ich muß nicht schunkeln und grölen. Ein Kostümfest für alle und ich darf es erleben. Hier begegne ich der Kreativität pur und ich sauge sie ein. Es hat aber 2 - 3 Jahre gedauert, bis ich verstanden habe ...
LG von mir zu Dir

von bruni kantz am 7.2.10

Liebe Monika, wie kommst Du nach Süddeutschland?? Ich will jetzt nicht hören: Na, mit dem Auto ...
In den alemannischen Bräuchen ist Urgewalt, die sich austobt. Man spürt es und weiß nicht recht, wie damit umgehen ...
In Basel gibt es für zarte Seelen unendlich viel Sehenswertes und es macht große Freude, die Freude der anderen richtig einschätzen zu können.
Liebe Grüße an Dich

Wunderbar eingefangen - die Karnevalszeit.
Manch einem tut es gut, mal so richtig ‘die Sau rauszulassen’.

Muss mich aber selbst als absoluter Karnevalsmuffel outen, der nicht auf Kommando fröhlich ist, sondern dann, wenn es einfach so ist.

Hab einen schönen Sonntag, liebe Bruni.
herzlichst,
Anna-Lena

von syntaxia am 7.2.10 - http://webloggia.wordpress.com

Liebe Bruni,
ich bin seit 3,5 jahren erst wieder in Süddeutschland und sehe hier völlig anderes zu Karneval als in NRW. Hier finde ich die Masken und das drumherum wirklich Angst machend, mich gruselt es. Im Weserbergland wird auch ausgiebig gefeiert, aber da sind es nicht solche Schreckgestalten. Das ist nichts für meine zarte Seele..

Du hast es fein beschrieben in deinen Zeilen!
..grüßt dich syntaxia herzlich

von bruni kantz am 7.2.10

Hallo Barbara, es ist schon spät und meistens sitze ich um diese Uhrzeit allein hier herum. Ja, die Masken, auch eine der unendlichen Geschichten. Feiern und auch mal über die Stränge schlagen. Einmal im Jahr aus sich herausgehen.
Mir ist aufgefallen, daß die Basler Fasnacht jede Menge Liebe birgt, Liebe zum Detail und die alemanische Fasnacht mit den Hexen, Wesen und hölzernen Geistern, die Peitschen schwingen und Foltergeräte mit sich herumschleppen, auch sehr Grausames mit sich trägt. Manchmal genügt ein kleiner Anstoß und das Grausame setzt sich durch.
Es fiel mir die Fasnachtsbeichte von Zuckmeier ein, während ich schrieb ...
Liebe Grüße zu Dir

sich mal richtig austoben, sagt man, würde gut tun.
Wenn danach wieder Ruhe einkehrt, hat es seinen Sinn erfüllt.

Dein Gedicht ist schön zu lesen.

Liebe Grüße
Barbara

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