Vollmond
Voll ist der Mond,
hinter grauem
Schleier gut versteckt,
der menschliche
Sehnsüchte und
Wünsche weckt.
Er verhüllt sich,
ist prall wie ein Ball.
Ungern
zeigt er sich so,
versteckt geschickt
sein Mondgesicht
und hadert
alle vier Wochen
mit wahrhaft sattem
Übergewicht.
Er leidet und darbt,
bis er endlich am
Hungertuch nagt.
Doch kaum ist er dünn,
strebt er nach Fülle,
und es dehnt sich
bedächtig
die mondige Hülle.
Dienstagabend, 21. Dez. 2010
Heute Abend war der Vollmond
nur verschwommen zu sehen.
Er versteckte sich hinter einem
milchiggrauen Schleier.
Kommentare
Was für ein Foto hättest Du denn, liebe Anette???
Ich habe jetzt all deine Gedichte gelesen, auch wenn ich nicht alles kommentiere. Die letzten Tage waren ziemlich turbulent. Dein Vollmondgedicht ist mal wieder köstlich. Und so menschlich, dass er auch Gewichtsprobleme hat. Dafür hätte ich noch ein passendes Foto gehabt
Sei lieb gegrüßt, aNette
Du läßt Dich also vom Vollmond beeinflussen ... ☺ Letzte Nacht ließ er mich auch nicht schlafen, meinte, ich solle kurz nach 4,00 Uhr ein Gedicht schreiben. Da habe ich ihm den Gefallen getan. Er hätte sonst keine Ruhe gegeben.
Lieber Gruß zu Dir,kurz vor dem Vierundzwanzigsten!
Mich hat er gepiesackt
mit seinem fetten Wanst,
den Schlaf geraubt,
die Nacht versaut,
mich wandeln lassen,
hin und her,
an Schlaf zu hoffen,
war eine Mär.
Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!