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Zerbrochen

Zerbrochene Menschen
scheinen wie Stein.

Schläge am Tage,
Prügel bei Nacht.

Wahnsinn und Folter,
keiner, der lacht.

Elend und Not,
fließendes Rot.

Mit Abfall beworfen.
zertreten wie Schmutz.

Lebendige Wesen
sind sie gewesen,

noch in der Schwäche
erniedrigt, verhöhnt.

Lust hieß der Teufel,
der immer noch stöhnt.

Mittwochabend, 18. Aug.2010




Kommentare

von bruni am 6.3.13

ja, was tun wir uns an, ach lieber Finbar, wie recht hast Du damit und es hört niemals auf und unter diesem Eindruck entstanden meine Worte. Ich habe ja dieses Buch nicht gelesen, aber dafür so viele andere, in denen es einem entgegenschreit, dieses Entsetzliche, was der Mensch anrichtet, wenn er sich nicht den anderen Weg sucht, eben den, von dem Du sprichst.
Liebste Grüße an Dich

von finbar am 6.3.13 - http://finbarsgift.wordpress.com

ein knallhartes poem
SEHR wirkungsvoll,
super geschrieben,
es hat mich tief beeindruckt…
übrigens habe auch ich,
so wie wolfgang,
dieses buch von dem tisma gelesen
und ebenso empfunden wie er…
vgl. mal unsere mails von vorhin,
die mit dem boot der liebe usw…
was tun wir uns an,
sind wir doch alle vom selben stamm,
wir alle!

von bruni am 19.8.10

Ja, Karin, dem Menschen ist alles zuzutrauen., das Gute, sowie das abgrundtief Böse. Es liegt in uns allen; auch der, der von sich denkt, in ihm wäre nur Güte, wäre erstaunt, wenn er alles über sich selbst wüßte. LG von Bruni

von karin am 19.8.10

Liebe Bruni,
1993 kam von Aleksandar Tisma das Buch Die Schule der Gottlosigkeit heraus, ich habe es damals mit Entsetzen gelesen, konnte tagelang nicht schlafen und habe mich gefragt, was tun wir Menschen uns nur an und vor allem, warum geht das immer so weiter. In diesem Buch gibt es u.a.eine Geschichte, da foltert ein Mann einen 16-jährigen zu Tode während zu Hause sein 5 Jahre alter Sohn im Sterben liegt…. Auch im vielgeschmähten und gelobten Littellbuch Die Wohlgesinnten wird ja die “Lust” am Quälen, Töten beschrieben….faszinierend, abstoßend beschrieben…
es könnte einen mutlos machen…und doch haben wir die Gabe ,zu verdrängen, zu vergessen…..
liebe aufgewühlte Grüße an Dich

von bruni am 18.8.10

Lieber Wolfgang, es war ein Film über Kindermißhandlungen in einem Heim, der mich mal wieder darauf brachte, wie breit sich die Gewalt im Menschen macht, wie bereit er sein kann, ihr Raum zu geben. Es war ja nicht nur das 3. Reich. Immer und überall wurden und werden Menschen aus oft fadenscheinigen Gründen heraus bedroht, mißhandelt, gedemütigt und ohne viel Federlesen ermordet.

von Wolfgang am 18.8.10 - http://waushh2.wordpress.com

Liebe Bruni, es ist doch hoffentlich alles in Ordnung?
Das Schlagen und die Prügelei
sind oft ein Hilfeschrei.
Und, weiß der Mensch nicht weiter,
dann schreit er.
Er würd’ es sicher nicht bereuen,
sollt’ er sich nicht mehr scheuen
Und wollt’ sich lieber Hilfe holen,
statt andre zu versohlen.
LG - Wolfgang

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