Die Wolke
Im blauen Himmel,
mittendrin,
saß eine Wolke,
weiß wie Schnee.
Lieblich war sie
und so schön.
Sie leuchtete im
Sonnenschein
und strahlte mit ihm
um die Wette.
Zart und duftig,
wattig war sie,
füllig, griffig anzuseh’n
und hinter ihr,
sie sah es spät,
da braute Dunkel
sich zusammen,
drohte grollend,
war ihr sichtlich
übelwollend.
Sie flüchtete
und eilte fort,
doch fand sie
keinen sich’ren Ort.
Sie weinte sehr,
ja, sie zerfloss
und löste sich
im himmlischen
Geschehen auf.
Und doch,
ein ganz bestimmter
Wolkenduft liegt noch
als Ahnung in der Luft.
Montagnacht, 2./3. Aug. 2010
Kommentare
so geht es uns allen, nicht wahr, liebe Barbara? ☺ LG von mir
wenn sie sich ausgeweint hat, strahlt sie wieder weiß wie Watte,
wundert sich selber,
was sie hatte
Liebe Grüße
Barbara
Guten Morgen, lieber Wolfgang, Du dachtest natürlich gleich an die andere, an die ganz berühmte Wolke, an die
so ungeheuer oben von Herrn Brecht! Ja, mir fiel sie natürlich auch ein, aber ich bin konsequent bei meiner eigenen geblieben ... ☺ LG von mir
Heute sind sie noch brav und sittsam,
die grauen da oben,
ach, sieh mal an,
gerade haben sie sich
ein kleines Stück
nach rechts geschoben ...
Guten Morgen, liebe Gaby und
liebe Grüße zu Dir!
Liebe Bruni.
Wie schön wär’s erst, wenn spät die Sonne sacht verschwünde,
die dunklen Wolken deine weiße nicht verschoben,
wenn sie des Abends immer noch am Himmel stünde -
sie strahlte ziemlich rot und ungeheuer oben.
So nimm dich wohl in Acht, beim In-Die-Wolken-Sehen,
und lass - der weißen Wolke gleich - dich nicht vertreiben.
Sollst bis zum Sonnenuntergang dort oben stehen,
und uns unheimlich leuchtend im Gedächtnis bleiben.
LG - Wolfgang
Liebe aNette, der Himmel und seine Wolkenbilder regen immer wieder zum Träumen und zum Dichten an. Ja, heute geht was ab, da oben, da hast du recht.
Lieber Gruß zu Dir
Liebe Esther, ich sah sie wohl,die Wolke, ganz hoch oben. Sie leuchtete im Sonnenlicht, drum schrieb ich - noch vor dem Regen - dies Gedicht ☺ ☺ ☺
Liebe Grüße zu Dir
Lieber Karl, danke sehr. Ich weiß Deine Worte zu schätzen ☺ LG von Bruni
Ich sehe die Wolken am Himmel ziehen, so plastisch ist dein Gedicht. Allerdings schwebt die Realität der Wolken direkt vor meinem Fenster und an meinen Augen vorbei. Ich stelle fest, du hast sie gut beschrieben. Heute ist alles dabei
lg aNette
hm,liebe Bruni ich mag den Duft wenn es geregent hat,dein Gedicht läßt ihn mich riechen….lass unsere Seelen eine Nase voll davon nehmen….mhhhhhhh…Liebst zu dir
Das hast du ganz wunderbar eingefangen, liebe Bruni.
Heute weinen bei uns ganz viele Wolken.
Liebe grüße
Anna-lena
sehr schönes gedicht,
lg
Karl
Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!