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Stöckelschuhe

Schnippisch
weist sie ihn zurück,
(den allerliebsten
jungen Mann)
zuckt die Schultern,
dreht sich weg.

Zielbewusst
im Stöckelgang
stöckelt sie
den Markt entlang.

Übellaunig glotzt
das Pflaster,
sieht sie kommen,
kichert, grinst.

Da bleibt ihr Absatz
auch schon stecken.
Er bricht ab.
Kopfsteinpflaster
lacht sich schlapp.

Sie kreischt und flucht,
während sie im Dreck
rumsucht, humpelt
schniefend um die Ecke,
denn da wohnt der
Schuster Zwecke.

Er tröstet sie,
verkauft ihr Treter,
die eig’nen Schuhe
gibt es später.

Freitagabend, 23. April 2010

Bruni - Collage Miß Pennymaker
image
Text u. Bild Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 27.4.10

Du sollst mich doch nicht veräppeln!

Ja, ich hatte tatsächlich keine Ahnung, wie man es schreibt. Mein mannsagte es und es setzte sich in meinem Kopf fest. Die Schreibweise war erst mal unwichtig ... LG zu Dir

von Michael am 27.4.10 - http://weilwirunslieben.wordpress.com

Ich bin gerade über das schöne Wort “schnippisch” gestolpert.

Schreibt sich das wirklich so?
Heißt es nicht “schnippig”?

von bruni am 25.4.10

Danke Dir, liebe Barbara! Kichern ist sehr gesund, stärkt Herz, Seele und Geist.

von ahora am 25.4.10 - http://ahora-giocanda.blogspot.com

Liebe Bruni, ist das ein hübsches Gedicht *kicher*

von bruni am 25.4.10

Hallo, Karin, Salatstecher, den Ausdruck dafür kannte ich noch nicht. Toll, daß Du damit noch gehen kannst ...☺ Es freut mich sehr, daß Du ein bissel was Giftiges darin entdeckt hast. Das bedeutet, Du hast ziemlich genau gelesen und bist nicht nur darüber gehuscht. Liebe Grüße an Dich

von karin am 25.4.10

Zu meiner Hochzeit trug ich solche Salatstecher…so nannten wir sie damals und ich hatte sie lange aus meinem Schuhbestand verbannt. Letztes Jahr habe ich mir mal Highheels, sogar sehr hohe, gegönnt und war erstaunt, wie gut ich darin laufen kann. Allerdings stöckele ich nicht über Kopfsteinpflaster und ziehe sie nur an, wenn wir mal ausgehen und die Dinger verändern schon den Gang….aber nicht alle stöckeln elegant, manche latschen auch damit…..zumindest wachse ich dann mal kurze Zeit über meine 1.60m hinaus -:))))
jetzt werden Laufschuhe angezogen, es beginnt eine Radtour nach Seligenstadt….wird bestimmt zauberhaft, wird nur mit Muskelkater enden.
...aber Bruni….Dein Gedicht ist wirklich köstlich….. etwas weiblich-giftig -:))))
Dir einen schönen Sonntag!

von bruni am 24.4.10

Vor langen Jahren trug auch ich mal Stöckelschuhe, dann kamen die Plateauschuhe und auch die trug ich. Dann kamen die Kinder und aus wars damit. Heute kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, daß ich in diesen Dingern gehen konnte. Aber ganz so hoch wie auf dem Foto waren meine Stöckelschuhe damals nicht ☺

von bruni am 24.4.10

Liebe Monika, Du hast vollkommen recht. heute denke ich genau so und könnte auch nicht mehr darin gehen. Es wäre mir viel zu mühselig.  Aber denke mal an die Stelzenschuhe in Venedig. Das muß auch eine Wackelei gewesen sein, aber die Ränder der Kleider wurden so nicht ganz so schrecklich mit Schlamm beschmiert. LG von Bruni

*grins* Mit solchen Dingern würde ich mir im Nu beide Beine brechen!

Das hat sie nun davon, wenn sie auf hohem Fuß davonstöckelt.
Köstliche Zeilen, liebe Bruni.
Was lernen wir daraus?
Nicht zicken, den Liebsten nicht zurückweisen, dann kann man auf festem Boden beständig laufen, mit erhobenem Blick.

Liebe Grüße von mir zu dir,
Anna-Lena

von syntaxia am 24.4.10 - http://webloggia.wordpress.com

Es können gar nicht genug Absätze abbrechen. Die Frauen ruinieren sich Füße Hüften und sonst noch was mit den Monstern!
..grüßt Monika

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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