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Sinnloses Trinken

Dekadent
und sehr bequem
sitzt er rum,
er guckt auch dumm,

hält sich an der
Flasche fest,
jede neue ist
ein Fest.

Die nächste
gibt ihm dann
den Rest.

Gib ihm eine
neue Chance,
zeig ihm auf:

Du hast was drauf!

Er braucht ein Ziel.

Schlecht für ihn,
das Flaschenspiel.

Samstagmorgen, 10. April 2010




Kommentare

von Michael am 29.4.10 - http://weilwirunslieben.wordpress.com

Liebe Bruni,
gern geschehen.
Es ist tatsächlich ein brisantes Thema. Eigentlich wollte ich auch selbst ein paar Zeilen dazu schreiben. Aber Karin hat ja bereits so ziemlich alles gesagt, deshalb hab ich stellvertretend für meine eigene Meinung Frau Satir vorgeschickt.

LG Michael

von bruni am 27.4.10

Michael, dieses Gedicht von V.S. sagt haargenau das Richtige. Genau so ist es und alles, was sie sagt, kann ich unterstreichen, unterschreiben und bei jedem heftig mit dem Kopf nicken. Ich danke Dir sehr, daß Du es mir geschickt hast.

von Michael am 27.4.10 - http://weilwirunslieben.wordpress.com

Hinter jeder Sucht steckt eine Sehnsucht

Jemand, der sich nach etwas sehnt
Jemand, der nach etwas sucht
ein ungestillter Hunger nach Geborgenheit
Nach Angenommensein
Hinter jeder Sucht steckt ein Mensch
Der nicht satt geworden ist
Der nicht gelernt hat, seinen Hunger zu stillen
Eine unerfüllte Hoffnung
Nach Glück
Nach Zufriedenheit
Nach Sinn
Hinter jeder Sucht steckt eine Flucht
Jemand, der seine Realität verdrängt
Jemand, der vor seinen Konflikten ausweicht
Eine verzweifelte Suche
Nach Ersatz
Nach Befriedigung
- Ersatzbefriedigung –

Hinter jeder Sucht steckt eine Sehnsucht

(Virginia Satir)

von bruni am 12.4.10

Torkelnde Gestalten, die mit geöffneten Flaschen in der Hand über einen Festplatz laufen,kein schöner Anblick. Komasaufen, volltrunken Auto fahren, sich selbst und andere verletzen.
Die Persönlichkeit verändern, alles kann der Alkohol. Nur Gutes kann er nicht vollbringen.
Liebe Karin, danke für Deine ausführlichen Gedanken zu diesem brisanten Thema.

von bruni am 12.4.10

Esther, es ist ein heikles Thema.
Daß auch Alkohol eine Droge ist, ist keine neue Weisheit und es ist schlimm, wenn man sehen muß, was der Rausch anrichten kann. Ich denke auch an die Selbstzerstörung.

von karin am 12.4.10

in der Generation unserer Eltern trank man nach dem Kriege oft sehr harte Sachen…oft zuviel und das hatte nichts mit dem Milieu zu tun, oft konnten Kriegserinnerungen nur so zugeschüttet werden…..dann fing das Reisen an, das Kennenlernen anderer Alkoholika…sprich Wein, Cocktails und jetzt tranken die Kinder…die 68er waren Meister darin…..die wenigsten der heutigen Kinder kommen aus Elternhäusern ohne Alkohol….. und die Werbung tut ein übriges mit der Verführung, was alles “in” ist….die jetzigen Kinder kennen keine Grenzen mehr…..wer hat als Erwachsener schon den Mut, ihnen die zu setzen.
Und unsere Kinder werden uns eines Tages vorwerfen, wie wir das bei unseren Eltern gemacht haben: wie konntet ihr diese Entwicklung zulassen, ihr habt es doch gewußt, was die Konsequenz aus eurem verantwortlungslosen Handeln bedeutet…für uns die Nachfolgegeneration…..aber wir wählen ja die Partei, die unverantwortlich weiter Schulden macht….fragt da einer nach den kommenden Generationen…. die haben ja dicke Staatsrenten, ihre Schäflein vorher ins Trockene gebracht… manchmal kann ich die Verzweiflung der Jugend verstehen….und vor allem, sie kennen bisher keine schlechten Zeiten, sie sind ja in den Überfluß hineingeboren…
und oft alleingelassen worden…..
ich mache mir oft Sorgen, wenn ich an die Zukunft meiner 37-jährige Tochter denke…..
wir sehen fast alle, was auf uns zukommt, nur handeln wir auch??????
daß ich zu wenig tue…das mache ich mir immer mehr zum Vorwurf…..

von seelenblume am 12.4.10 - http://estherjohann.beeplog.de/

Liebster Bruni,
ja die Alkoholgeister haben viele im Griff….aber warum?
Fehlt es an Liebe,an Wahrnehmung? Oder ist es gerade das überbehütete, was die Kinder so handeln läßt!!
Ich frage mich dies auch hin und wieder.

Wunderschöne Regentropfengrüße aus der Pfalz

von bruni kantz am 11.4.10

Nein, habe ich nicht.
Ich sehe leider ein allgemeines Problem.

Jugend ohne Ziel,
ohne Arbeit,
nur Alkohol,
hirnlos, sinnlos.

Schlechtes Spiel,
bringt nicht viel,
nur Frust,
arbeitslos.

Leider kann ich meine Augen nicht sehr gut verschließen. Ich sehe die Probleme, die täglich wachsen.

Unsere Kinder und Enkel wachsen in eine sehr schwierige Zeit hinein und es macht mir Angst.

Ich grüße Dich, liebe Barbara und wünsche Dir alles Liebe.

von ahora am 11.4.10 - http://ahora-giocanda.blogspot.com

Hast Du einen Alkoholiker in der Stadt sitzen sehen?
Liebe Bruni, ich wünsche Dir eine gute neue Woche.

Liebe Grüße
Barbara

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