Startseite | Kontakt | Impressum

Ruhe bitte

Seid doch mal leise,
ich möchte hören,
wie die Stille lacht.

Wie soll ich hören,
wenn so viele
Geräusche stören.

Es trommelt von rechts
und schreit von links.
In diesem Gewühl
hör ich nicht viel.

Lärmen und Lachen,
Meinungen, die
aufeinander krachen.

Bässe dröhnen,
Menschen stöhnen. 
Rings um mich
kreischend Geschrei.

Ich suche nach Stille
und stehle mich fort.
Ihr Lachen hör ich
an anderem Ort.

Mittwochmorgen, 28. April 2010
Tag des Lärmes,
steht heute in der Tageszeitung


image
Text u. Foto Bruni Kantz

Kommentare

von bruni am 3.5.10

Lieber Helmut, es ist der Tag der Stille geworden, wir haben ihm einfach diesen Namen gegeben, weil er so viel besser passt ... LG von Bruni

von Helmut Maier am 3.5.10 - http://www.maier-lyrik.de/blog

Sollte der “Tag des Lärms” nicht besser “Tag der Stille” heißen? Denn die Stille ist doch das Wünschenswerte - jedenfalls im Vergleich zum Lärm.

Liebe Grüße
Helmut

von bruni am 1.5.10

Liebe Esther, wenn wir unsere eigene Stille hören können, dann geht es uns gut.

Heute kam meine eigene Stille ein klein wenig zu kurz.
Ganz lieber Gruß an Dich von Bruni

von bruni am 1.5.10

Liebe Iris, ich denke, wenn es den Tag der Stille offiziell nicht gibt, dann müssen wir ihn erfinden! Auf jeden Fall sollte jeder Tage Zeiten der Stille haben.
Lieber Gruß zu Dir

von Seelenblume am 1.5.10 - http://estherjohann.beeplog.de/

Liebste Bruni, ja der Lärm der kann manchmal ganz schön Energie kosten. Und die Stille reden hören, ohhh das ist köstlich…. Am schönsten ist es, wenn wir in all dem Tohuwabohu des Tages unsere eigene Stille reden hören….
Hab einen wunderschönen 1. Mai… mit leicht schwingenden entspannten Flügelschlaggrüßen zu dir….

von Lilie am 1.5.10 - http://www.lilie-blogautorin.de

Liebe Bruni,
Tag des Lärmes? Sind die meisten Tage des Jahres nicht Tage des Lärmes? Schöner fände ich einen Tag der Stille ...
Liebe Grüße zu dir
Iris

von bruni am 1.5.10

Karin, da ist der Lärm ja unentwegt in irgend einer Form immer um Dich herum.  Abschalten und Wegfahren können ist eine gute Medizin. LG von Bruni

von bruni kantz am 1.5.10

Liebe Barbara, Geräusche müssen nicht unbedingt Lärm sein und hier ging es wohl tatsächlich um wirklichen Lärm. Der Ausdruck in dieser Form klingt natürlich falsch. Tag gegen unnötigen Lärm z.B. wäre besser gewesen, meiner Meinung nach.
LG von Bruni

“Tag des Lärmes” ist für mich irgendwie ein Unwort.
“Tag der Geräusche” - damit könnte ich mich schon eher anfreunden.

Liebe Grüße
Barbara

von karin am 30.4.10

ganz früh am Morgen…ehe die Welt erwacht…kann man die Stille erleben, bzw. nicht die Stille…aber die angenehmen Geräusche….z.B. auf unserer Radtour nach Seligentadt…wir sind schon um 9.00 Uhr Sommerzeit aufgebrochen….. die Vögel haben gezwitschert, der leise säuselnde Wind war zu vernehmen….kein Auto, kein Radiolärm…...nur das leise Surren der Räder…und wenn man zu Fuß läuft, wäre es das Knirschen der Füße auf ungepflasterten Wegen… es ist so wohltuend…und es war Ostwind und kein Flugzeug am Himmel ...wir liegen ja direkt unter der Einflugschneise vom Frankfurter Flughafen und ab spätestens 6.00 Uhr morgens donnern sie im Abstand von 1,5 Minuten über uns hinweg, wobei die Lufthansa gelobt werden muß, deren Maschinen sind alle geräuschakzeptabel…aber auch immer hörbar.Stille im Alltag um uns herum…kaum zu verwirklichen, denn überall wird man zusätzlich beschallt….
wir haben uns gegenüber eine Grundschule und in den Pausen sind wir dem ausgelassenen Gekreisch und dem Lärmen der Kinder ausgesetzt…..nur die brauchen ein Ventil für’s Stillsitzen….nur warum das so mit Kreischen verbunden ist, das verstehe ich immer noch nicht…-:))))aber ab Mittag ist Ruh…..mit dem Gekreisch…dann kommen die türkischen Jugendliche und spielen Fußball auf dem Pausenhof bis in die Dunkelheit…..und unser Ruhebedürfnis wurde dahingehend abgeschmettert: wir sollten froh sein, daß sie Fußball spielen und keine anderweitigen Dummheiten machen…nur…es spielen keine Kinder, das sind Erwachsene bis 30 Jahren!!!! aber da ich langsam schwerhörig werde….. ist das alles auch zu ertragen -:))))
tanz Du wortspielerisch heute Abend in den Mai und sei lieb gegrüßt von der Karin

von bruni am 29.4.10

Darüber bin ich auch sofort gestolpert, Helmut! Tag des Lärmes klingt erst mal so, als ob er gut und erquickend wäre, der Lärm und man ihm deshalb einen eigenen Tag widmen wollte.
Ich zwinkere zurück zu Dir!

von bruni am 29.4.10

Liebe skryptoria, Stille brauchen wir dringend. Sie bringt verbrauchte Energie zurück. Nur in Krach und Radau leben macht krank. Liebe Grüße zu Dir

von bruni am 29.4.10

Liebe Anna-Lena, Du hast es richtig gemacht. Mitten im Vogelgezwitscher hast Du genügend Stille gefunden, um arbeiten zu können. Es muß ja keine Grabesstille um uns sein, sondern eine Stille, die aufnahmebereit macht, eine wohltuende Stille.

von Helmut Maier am 29.4.10

“wink” sollte *zwinker* heißen ...

von Helmut Maier am 29.4.10 - http://www.maier-lyrik.de/blog

Gut, dass Du so schön gezeigt hast, dass es eigentlich “Tag gegen den Lärm” und nicht “Tag des Lärmes” heißen müsste. Oder wird der “Tag des Kindes” als “Tag gegen das Kind” verstanden wink ?

Liebe Grüße
Helmut

von skryptoria am 29.4.10 - http://skryptoria.wordpress.com

Oh, das kann ich sehr gut verstehen. Manchmal möchte ich auch einfach abhauen. Mich all dem Krach um mich herum entziehen.

Nur das Lachen ...

Ja, das würde ich auch gern mitnehmen.

von bruni am 29.4.10

Es war sicherlich ein stolzer Papa, der seinem Kind sehr viel zutraut! Hier wohl ein wenig zu viel. Toben befreit aber auch. Die nächsten Stunden werden bstimmt besser. Ich wünsche es Dir
und wünsch Dir einen wunderschönen Tag, lieber Monika.

von syntaxia am 29.4.10 - http://webloggia.wordpress.com

Liebe Bruni,
die Frage kann ich leider nicht beantworten. Das Kind ging dann mit dem Papa, der es streng zur Ruhe mahnte. Sie nahm mich als Entschuldigung noch in den Arm bevor sie ging.
Es war teilweise zu verstehen, denn sie hatte 4 Therapiestunden am Stück, das ist für eine 8-jährige zuviel!! Die Planung war schief gelaufen und Papa hat gedacht, seine Tochter schafft es.
Nun hoffe ich, dass es keine Nachwirkungen mehr auf die Stunden heute und morgen bei mir hat!

..grüßt dich Monika

In dieser hektischen Welt muss man sich schon gewaltsam in die Stille flüchten.
Ich hatte heute frei und habe im Garten gearbeitet (korrigiert). Nur das Zwitschern der Vögel war zu hören, bis die Nachbarn so nach und nach heim kamen.

Nächtliche Grüße
Anna-Lena

von bruni am 28.4.10

Hallo Monika, Lärm ist unbefriedigend, auf jeden Fall auf Dauer und jeder von uns braucht die Stille, damit er wieder zu sich selbst finden kann. Dein Therapiekind braucht vielleicht den Lärm, damit es die Stille danach so recht genießen kann ... LG zu Dir
PS Wie war es denn, nachdem es die Toberei hinter sich hatte?

von syntaxia am 28.4.10 - http://webloggia.wordpress.com

Tag des Lärmes - das hat eins meiner Therapiekinder sehr ernst genommen heute. Mit Schreien in höchsten Tönen und Lautstärke, auf den Tisch schlagen und anschließend noch Stühle ruckeln.
Mir war es entschieden zuviel Lärm!
Da genieße ich meine Stille hier heute besonders.

Hab einen schönen Abend, Bruni!
...grüßt dich Monika

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



image image image image