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Kaiserstraße Frankfurt

Freudenstraße, schöner Schein.
Niemand ist hier gern allein.

Gelbe und auch blaue Lichter,
überall sind Blassgesichter.

Prachtvoll schaun die Häuser aus,
die Fassaden leuchten hell,
doch ihr Licht ist fast zu grell.

Rotlichtviertel, Sündenmeilen,
arme Herzen, die verweilen.

Liebe, die Genuss bedeutet,
wird verhökert, kostet Geld.

Was soll das sein?
Was suchst du hier?

Was du hier siehst, ist pure Gier.

Geilheit wird hier hoch gehandelt.
Menschlichkeit wird umgewandelt.

An den Häuserfronten Herzen,
in den Stundenzimmern Schmerzen.

Schöner Schein und doch
ALLEIN.

Mittwochnacht, 9. Sept. 2009




Kommentare

von bruni kantz am 14.9.09

Du kennst sie schon länger, die Kaiserstraße. Ich hörte oft von ihr, war aber überrascht, wie sie mich beeindruckte, als ich sie selbst am Abend sehen konnte.
Strahlende Fasssaden und was steckt dahinter?
Leben und Leid!
Bruni

von Michael am 14.9.09 - http://weilwirunslieben.wordpress.com

Liebe Bruni,
ähnliche Gedanken hatte ich öfters, wenn ich während meiner Frankfurter Zeit in besagter Straße oder deren Umgebung unterwegs war. Ich finde es schön, dass Du das Thema aufgegriffen und wie Du es umgesetzt hast.
Eine gute Woche für Dich,
Michael

von bruni kantz am 12.9.09

Liebe Anna-Lena, ich danke Dir sehr für die Worte zu diesem Gedicht, die Du ins Gästebuch geschrieben hast.
Ich dachte schon, ich hätte dieses Kapitel des Lebens nicht berühren sollen.
Es ist ein kapitaler Teil, um den es hier geht und ich beschäftige mich oft damit. Tatsächlich so alt wie Adam und Eva und so unaussprechlich wie unanständige Worte und doch ist es jedem bewußt.

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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