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Freude und Schmerz

Zaghaft klopfte er an.

Sie öffnete ihm höflich
und er betrat ihr Herz.

Mit ihm kamen große Freude
und übermächtiger Schmerz.
Sie tobten sich aus in diesem
gastfreundlichen Haus.

Die Freude jubilierte
und es schrie der Schmerz.
Was dachte es sich,
das arme Herz?

Es plagte sich
und fragte sich,
wohin mit den gewaltigen
Freudenstürmen und den
sich darüber türmenden
Schmerzattacken.

Orkanartige Böen
zerrissen es fast.
Da wehrte es sich,
das überforderte Herz.

Dämme brachen,
der Schmerz flog raus.
Freude breitete sich aus.
Es wurde wieder
ein gastfreundliches Haus.

Freitagmorgen, 4. September 2009




Kommentare

von bruni kantz am 6.9.09

Liebe Anna-Lena,
Ich danke Dir dafür, daß Du dieses Gedicht so gut erkannt hast.  Eine Sperrmüllaktion und raus, was unerträglich ist. Weg mit dem Ballast.
Damit schaffen wir dann Platz für das Freuen, es darf nie zu kurz kommen.
LG von Bruni

Freude und Schmerz sind so untrennbar miteinander verbunden wie Licht und Dunkel, Liebe und Hass, Gut und Böse…
manchmal hilft nur eine großangelegte Spermüllaktion, um wieder Platz für Neues zu schaffen.

Wunderbare Zeilen, die unter die Haut gehen und zum Nachdenken anregen.
Hab einen guten Sonntag und einen angenehmen Wochenbeginn.

Liebe Grüße
Anna-Lena

von bruni kantz am 5.9.09

Guten Morgen, liebe Esther,
ich danke Dir für alles.Ja, beim Wetter ist es auch so:
Stürme, Regen, Gemeinheiten, Freude über die Sonne und trübe Gedanken, wenn sich alles verdunkelt.
Im Herzen passiert so vieles und einiges, was nicht mehr verkraftet werden kann, daß muß raus - man kann es wenigstens versuchen…
LG zu Dir

von Seelenblume am 5.9.09 - http://estherjohann.de

Liebe Bruni, dein Gedicht erinnert mich an das Wetter, denn nach jedem Unwetter ist die Luft geklärt alles fühlt sich wieder gereinigt an! Ich denke dies ist der Lauf der Welt!
Eine Entladung ist der Weg in die Welt der Bewusstheit!
Harmonische Schwingungen schickt sie dir heute die Seelenblume…....und noch viel mehr…..

Liebst deine Esther

von bruni kantz am 4.9.09

Liebe Barmari, ja es können Stürme darin toben und manches hält man dann fast nicht mehr aus. Dann muß man sich auch mal freimachen können von gewissen Dingen…
LG und ein gutes Wochenende im Bayrischen Wald wünsche ich Dir

von barmari am 4.9.09

So wie die Freude ein Herz erzittern lassen kann,
so wütet auch der Schmerz darin, ein ewiges Hin und Her, ein Kampf der nie ganz zu Ende ist.
Erst, wenn beide sich ausgetobt haben gibt es für eine Zeit Ruhe und Frieden.
Dann ist für andere Besucher wieder Platz in einem Herzen.
Möge dir dein gastfreundliches Haus erhalten bleiben.
Barbara

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