Abendleuchten
Es kam der Abend,
sehr bedacht,
und nach dem Abend
kam die Nacht.
Dazwischen Leuchten,
Himmelspracht,
als ob der Tag
mit purpurroten Backen
aus voller Kehle lacht
bevor er sich zur Ruhe legt
und nur noch schlafend
sich bewegt.
Die Nacht erscheint
nun sacht und leise,
sittsam und auf ihre Weise,
bringt Ruhe in die
Weltgeschichte,
versucht zu schlichten,
nicht zu richten.
Sie streut
mit klammen Fingerspitzen
frischen Schlaf
auf Zipfelmützen,
bringt zurück Geborgenheit
und stellt versteckte
Kraft bereit.
Donnerstagabend, 8. Okt. 2009
Kommentare
Schlaf gut, Anna-Lena, wundere Dich nicht, wenn Du jetzt Deine Augen reiben mußt. Du weißt, es ist nur der feine Sand, der auf den Zipfelmützen gelandet ist.
Das habe ich gerade vor dem Zubettgehen entdeckt und freue mich auf diese Nacht. Mit deinen zauberhaften Zeilen kann sie nur wunderbar werden und ich nehme die Stimmung mit.
Gute Nacht
Es ist eben auch die Einstellung, die hier stimmen muß. Die Nacht, der Schlaf, das Ausspannen, das Loslösen, alles zusammen hilft bei der Verarbeitung und Kraft fließt neu…
Liebe Bruni, danke für Deinen Kommentar bei mir.
Der Schlaf ist das beste und einfachste Heilmittel.
Wie oft wacht man morgens getröstet auf und die Probleme haben sich gelöst, besonders wenn man abends mit diesem Wissen ins Bett geht.
Lebe Bruni, habe Dein Gedicht bei mir zu diesem Gedicht verlinkt:
http://ahora-giocanda.blogspot.com/2009/10/in-der-nacht.html#comments
Wenn die Seele in der Nacht,
sich befreit
und unbewacht ...
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