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Mondlos

Mondlos scheint die Nacht.
Wo ist er, der sonst
über uns wacht?

Undurchdringliche Schwärze
um mich her,
bedrückend bedrohliches
Wolkenmeer.

Brausen und Toben,
noch ist er oben.

Doch bleischwer,
schwankt er bedenklich,
der nächtliche Himmel,

neigt sich zur Erde,
die nun erbricht,
sich in Krämpfen windet,
damit das Dunkel
verschwindet.

Wie lange wird es dauern?
Das Dunkel baut Mauern
gegen helle Flecken,
die überall lauern.

Nach langen qualvollen
Stunden wurde Herr Mond
hinter Wolken gefunden.

Endlich erbarmt sich
die Dämmerung.
Lachen erwacht.
Vorbei sind die Schrecken,
die nun behaupten,
sie wollten dich necken.

Montagnacht, 23. Nov. 2009




Kommentare

von bruni kantz am 25.11.09

Hallo Helmut, eine Ausrede ist es, nichts anderes! Sie wollen nicht nur necken, die Schrecken und mancher Hundehalter kennt zwar seinen Hund ganz gut und er liebt ihn sehr, aber es gibt Situationen, da hat sich selbst Hund nicht mehr im Griff ...

von Helmut Maier am 25.11.09 - http://www.maier-lyrik.de/blog

So sind sie, die Schrecken: Sie behaupten, sie wollten dich nur necken - was die Hundehalter/innen auch immer von ihren Hunden sagen: er will doch nur spielen ...

Liebe Grüße
Helmut

von bruni kantz am 25.11.09

Liebe Anna-Lena, er versteckt sich gerne hinter den Wolken. Ich habe vom November die Nase voll. Ich warte darauf, daß der Dezember die Wärme von innen bringt.

Gruß an die Nachteule

Das hast du sehr einfühlsam beschrieben, liebe Bruni. Mein Blick aus dem Fenster zeigt auch heute Abend nur Schwärze, kein Stern, geschweige Mond ist zu sehen.
Und am Tage setzt sich das bleierne Grau fort. Möchte man da nicht in den Winterschlaf verfallen und erst im Frühling wieder aufstehen?

Liebe Grüße zur Nacht,
Anna-Lena

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