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Gewöhnt

Gewöhnt,
Stärke zu zeigen,
versiegen die Tränen,

der Alltag gewinnt,
obwohl dir das Blut
in den Adern gerinnt.

In der Frühe
beginnt schon,
was dich bedrückt.

Knirschend kaust du
nachtweiches Müsli.
Es schmeckt nicht,
doch isst du.
Bist du verrückt?

Dann das Funktionieren,
streng marschieren,
stolz parlieren.

Aus der Reihe tanzen
ist verboten,
das Leben bestimmt,
keine Zeit für die Toten.

Menschenkinder,
nehmt euch in acht.

Ohne Hilfe wird
kaum noch gelacht.

Freitagabend, 27. Nov. 2009




Kommentare

von bruni kantz am 3.12.09

So kommen sie mir manchmal vor, die Menschen, die sich durch einen Alltag quälen, von dem sie selbst denken, daß er gut ist. Sie wollen nicht sehen, was falsch läuft. Ein Meeting jagt das andere. Besprechungen gibt es schon lange nicht mehr ...
LG an Dich, liebe Barbara

von ahora am 2.12.09 - http://ahora-giocanda.blogspot.com

fast bedrohlich Dein Gedicht. vielen Menschen scheint es im Moment so zu gehen.
Du sprichst ihnen aus der Seele.

Liebe Grüße
Barbara

von bruni kantz am 30.11.09

Liebe Barmari, ja, in diesem Gedicht kommt der Frust zum Vorschein. Im Sommer, bei blauem Himmel und Sonnenschein hätte ich bestimmt andere Worte benutzt.
LG schickt Dir Bruni, die hofft, daß auch bei Dir die Sterne scheinen.

von barmari am 30.11.09 - http://www.gewortet.de

Meine liebe Bruni,
das sind Novembergefühle, das macht die Dunkelheit, die uns alle bedrückt. Da wird einem gewahr wie sehr man unter dem Leben gelitten hat. Wir überstehen, wie immer und gehen dem Licht entgegen, wie man das auch immer verstehen will. Mit der Helligkeit kommt auch das Lachen zurück.

Liebe Grüßle und einen Stern der die Dunkelheit durchbricht.
Barbara

von bruni kantz am 29.11.09

Liebe Anna-Lena, Du hast vergessen, Pausen zu machen! Es ist mir aufgefallen, liebe Nachteule! Du bist doch kein Langstreckenläufer ... Vielleicht wirst Du den Advent etwas ruhiger angehen? Schalte einen Gang zurück, bevor Du aus der Kurve fliegst ... Ich hoffe nicht, daß alle Schutzengel von Dir verschickt wurden, sondern, daß Du den allerbesten und allerschönsten für Dich selbst aufgehoben hast!
Liebe Grüße aus dem 1. Adventssonntag sende ich Dir

Das Gedicht spricht mir im Moment sehr aus der Seele. Immer funktionieren zu müssen, Stärke zeigen, ist so anstrengend und Kräfte zehrend.
ich möchte mich einfach mal wieder fallen lassen. Bin ich reif für die Insel???

Liebe Grüße zu dir und einen schönen ersten Advent, liebe Bruni wink.

Anna-Lena

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