Vergangen
Trutzige Burg
in fahlem Licht.
Schroffe Felsen,
kahle Hänge,
Schattengesänge
aus vergessener Gruft.
Grabeskälte in
hohen Hallen.
Kalt die Küche,
keine Gesänge,
leer alle Gänge.
Fort sind die
Menschenseelen,
vergessen
wurde der Ort.
Doch flüstern die Lüfte
von vergangener Zeit,
du hörst fernes Lachen,
leises Gekicher
und endlosen Streit.
Du spürst ein Wehen
und wärmenden Wind,
fühlst neues Leben,
als sei es ein Kind.
Sonntag, 29. Nov. 2009
Kommentare
Es freut mich, liebe Anna-Lena, daß Du es so empfindest. Genau das sollte rüberkommen.Es war dieses intensive Gefühl, welches ich in Worte fassen wollte ...
LG von Bruni
Ein ganz intensives Bild hast du uns beschert, schaurig-schön.
Liebe Grüße zu dir,
Anna-Lena
Lieber Helmut,
ich fuhr im Mittagslicht, das sich rasant verdunktelte, einer Burg entgegen. Die kahlen Hänge gaben den Blick auf diese alten Mauern frei und um die Burg selbst war ein merkwürdiger Glanz. Es entstand dieses Gedicht.
LG von Bruni
Ja, auch was vergangen ist, kann uns an die Großartigkeit des Lebens erinnern.
Liebe Grüße
Helmut
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