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Ohne Augen sehen

Mit geschlossenen Augen
geht er durch die Welt,

sieht weder Sonne noch Regen.
Nur das Meer in der Ferne
hört er rauschen

und möchte mit keinem
Menschenwesen tauschen.

Er sieht keinen Himmel
und keinen Mond,
in seiner Nähe
nur Schatten wohnt.

Ihn erkennt er,
doch mehr auch nicht.
Er braucht nicht zu sehen,
kann trotzdem verstehen.

Im Singen der Vögel
hört er den Morgen,
weiß sich im neuen Tage
geborgen,

spürt den Duft der Wiesen,
kann Jahreszeiten genießen.
Tastet durch warmen Regen,
weiß um den Segen.

Angenehm wärmt Sonne ihn,
spielt in seinen Haaren,
zerzaust den wirren Schopf,
und DU denkst,
da geht ein armer Tropf?

Du irrst, denn Reichtum
umfängt ihn sacht,
er gibt auf die Gaben
der Erde acht.

Er braucht keine Augen,
nutzt seine Sinne
und trinkt von der Quelle
an besonderer Stelle.


Donnerstagnacht, 10. Juli 2009

 

 




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