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Das Wollknäuel

Es rollt ein Knäuel
mit langem Faden.

Es rollt und rollt.
Der Faden folgt ihm eilig,
doch holt er es nicht ein.

Emsig ist er, gibt nicht auf,
hat jetzt schon
viele Knoten drauf.

Sein Gesicht
wird immer länger,
das Knäuel dagegen
magert ab.

Der Faden schlingt sich
um die Sessel, um die Stühle
und den Tisch.

Er fühlt sich alt,
ist nicht mehr frisch.
Lang war sein Weg
um viele Ecken,

ein Kätzchen spielte
hier Verstecken.

Nun ist es müde,
mag nicht mehr.

Das Spiel war lange,
ernst und schwer.


Montagmorgen, 20. Juli 2009




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