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Wenn das Herz erblindet

Wenn das Herz erblindet
und nicht mehr sieht,
keinen Funken Fühlen mehr spürt,

schlagen dir die Organe
dein Leben um die Ohren,
Frust kriecht klebrig aus deinen Poren.

Du vergisst, dich zu freuen,
Lachen zu streuen,
Purzelbäume zu schlagen,

mit dem Winde zu reisen,
die Lust zu preisen.

Am Stock wirst du gehen.

Du wirst das Leben
nicht mehr verstehen.
So kann es nicht weitergehen.

Du wirst ein Schatten,
ein Schemen,
ein flaches Geschöpf,

wunschlos, wehrlos, ohne Kontur.
Von deinem Wesen fehlt
bald jegliche Spur.

Nimm dein Herz in die Hand,
trage es über Berge und Klippen,
über grausige Abgründe hinweg

in das Land hinter dem Wind,
in dem Träume und Wünsche
willkommen sind.


Montagnacht, 6. April 2009




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